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Hagenower Kreisblatt

21. November 2017 | 13:14 Uhr

Tag der offenen Tür : Großer Andrang in Picher

vom
Aus der Redaktion des Hagenower Kreisblatt

Zum Tag der offenen Tür in der Regionalen Schule „Theodor Körner“ war das Haus voll / Auch viele Ehemalige zu Gast

„Schön, dass heute am Sonnabend so viele freiwillig in die Schule gekommen sind, dazu auch erfreulicher Weise eine Reihe ehemaliger Schüler“, sagt Schulleiter Michael Tiede zu Beginn des Tages der offenen Tür seiner Regionalen Schule „Theodor Körner“ in Picher.

Die Freude über die mit Kindern und Eltern gut gefüllte Sporthalle war bei Michael Tiede unübersehbar, schließlich war der diesjährige Tag der offenen Tür trotz der Sturmschäden an der erst jüngst frisch sanierten Turnhalle zu keinem Zeitpunkt gefährdet. Lediglich die aufgebauten Gerüste erinnerten an die Ereignisse während des Sturmtiefs „Felix“ am vorletzten Wochenende. Und so konnte Tiede gemeinsam mit seinen Grundschülern gemütlich in der ersten Reihe auf dem Parkett Platz nehmen, um das kleine Programm seiner Schützlinge zu genießen.

„Hip-Hop – Schule ist top“ klang es aus vielen Kinderkehlen, der Startschuss für den Tag der offenen Tür, an dem sich nicht nur die Eltern der zukünftigen ersten und fünften Klasse über die Bildungsarbeit in Picher informieren wollten.

Überraschend viele Ehemalige folgten der Einladung. Unter ihnen Kathrin Zander aus Bresegard sowie die Zwillinge Oliver und Daniel Thees aus dem benachbarten Redefin wollten am Sonnabend in Erfahrung bringen, „wie es hier in Picher ohne uns nun so läuft“, sagt Oliver Thees schmunzelnd. „Wenn ich so an meine Schulzeit zurückdenke, dann muss ich ohne jegliche Zweifel zugeben, dass es doch eine schöne Zeit war, auch wenn ich das früher nicht unbedingt so gesehen habe“, erzählt Kathrin Zander, die zurzeit zur Sozialassistentin ausgebildet wird.

Die drei ehemaligen Schüler hatten bewusst den Raum ihres ehemaligen Lehrers Jürgen Kaulmann angesteuert. Der bereits 15 Jahre an der Schule Picher Deutsch, Geografie und Sozialkunde unterrichtende Pädagoge präsentierte am Sonnabend nicht ohne Stolz die Ergebnisse seines Wahlpflichtkurses „Darstellendes Spiel“.

„Dank der Unterstützung von Volkert Matzen von der Neu Lübtheener Kulturkate und meinen wirklich schnell zu begeisternden Fünftklässlern konnten wir das Theaterstück ‚Schneewittchen’ im Rahmen der Freiarbeitswoche einstudieren und heute den Eltern präsentieren“, erzählt Jürgen Kaulmann. Der gebürtige Hamburger gerät beim Erzählen über seinen Wahlpflichtkurs ins Schwärmen für seine Schützlinge, mit denen er gerne auch in Zukunft ähnliche Projekte umsetzen möchte. „Ich denke da zum Beispiel an Sketche vom legendären Loriot“, ergänzt Kaulmann, bevor er sich um seine kleinen Schauspieler kümmert und ihnen das große Lampenfieber vor ihrem ersten Auftritt zu nehmen versucht.

Aber auch das Chemiekabinett der Schule war mit experimentierfreudigen Schülern gut besucht. Lehrerin Gisela Geisbauer, die im übrigen bereits in zwei Wochen in ihren wohlverdienten Ruhestand geht, präsentierte anschauliche Experimente rund um das Hühnerei.

„An unserer Schule liegen zur Zeit 25 Anmeldungen für die zukünftige erste Klasse vor, während wir im nächsten Jahr mit etwa 20 Fünftklässlern rechnen können“, ergänzt Schulleiter Michael Tiede, bevor er zur Eröffnung des Tages der offenen Tür enteilt. Der Chef von derzeit 170 Schülern und 17 Lehrkräften feiert in diesem Jahr bereits sein 25. Dienstjubiläum als Schulleiter in Picher. Außerdem gehört Michael Tiede noch zu den wenigen Pädagogen, die Zeit ihres Arbeitslebens niemals die Schule wechseln mussten. Selbst seine eigene Schulzeit verbrachte der schon bald 54-Jährige bis zum Jahr 1975 in Picher. Und wenn alles gut läuft, dann wird Michael Tiede ab 2027 seinen Ruhestand genießen dürfen. Bis dahin gilt es noch viele Tage der offenen Tür zu eröffnen.

 

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