Gewässerschau Neuhaus : Große Gräben alle in Ordnung

Wilhelm Siefert (M) und die anderen Teilnehmer schauen sich ein Staubauwerk an.  Fotos: M.Nielsen
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Wilhelm Siefert (M) und die anderen Teilnehmer schauen sich ein Staubauwerk an. Fotos: M.Nielsen

Neuhauser Deich- und Unterhaltungsverband führt erste Gewässerschau dieses Jahres durch / Zwei weitere Schauen stehen noch aus

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25. November 2015, 00:33 Uhr

An den Gräben zweiter Ordnung ist alles gut. „Die Auswertung hat ergeben, dass die Unterhaltung sehr gut erfolgt ist. Es gibt nur ein paar kleine Probleme. Teilweise müssen jetzt im Winter noch Büsche und Bäume ausgesägt werden, teilweise in Absprache mit Mecklenburg, wenn es sich zum Beispiel um den Sumter Kanal handelt. Die behindern die Unterhaltung.“ Wilhelm Siefert, Verbandsvorsteher des Neuhauser Deich- und Unterhaltungsverbandes (NDUV), zeigte sich gestern Mittag nach der ersten Gewässerschau in diesem Jahr zufrieden.

Am morgigen Donnerstag wird der zweite Schaubezirk und in der nächsten Woche am Dienstag der dritte Schaubezirk in Augenschein genommen. Um insgesamt 282 Kilometer Gräben zweiter Ordnung - dazu gehört zum Beispiel auch in Teilen die Rögnitz - muss sich der NDUV kümmern. Ab dem 15. Juli dürfen die Gräben beräumt werden. Ehe man so mit allen „durch“ ist, ist das Jahr weit fortgeschritten und die Wetterlage bei den Gewässerschauen eher ungemütlich, wie auch gestern am Vormittag. Mitglied im Geschäftsbereich Gewässerunterhaltung das NDUV sind die Gemeinde Amt Neuhaus und die Stadt Bleckede (Neu Wendischtuhn und Neu Bleckede).

Der NDUV schickt seine Rechnung an die Gemeinde und die wiederum versendet die Gebührenbescheide an die einzelnen Grundeigentümer. In der Regel wird jeder Graben zweiter Ordnung einmal im Jahr beräumt.

Das wird in einem vom Vorstand beschlossenen Unterhaltungsplan festgelegt. So weit, so gut: Ganz anders sieht es hingegen bei den Gewässern dritter Ordnung, also den kleineren Gräben, aus. Die befinden sich sehr oft in einem sehr schlechten Zustand. Büsche, Binsen, Bäume und jede Menge Schilf wachsen dort, wo eigentlich Wasser abgeführt werden soll. Unterhaltungspflichtig nach dem niedersächsischen Wassergesetz sind die Eigentümer. „Einige Landwirtschaftsbetriebe machen das selbst, andere machen gar nichts“, so Siefert weiter.

Die Verwaltung vertritt die Auffassung, dass die Unterhaltung über einen neu zu gründenden Verband geregelt werden sollte.

Dann hätte man dafür eine gesetzliche Grundlage. Bisher wurde das aber in der Politik immer abgelehnt, weil es eine neue Gebühr bedeutet und keiner gerne zahlt. Vom Vertreter des Landkreises kam gestern der Vorschlag, eine Schau für Gewässer dritter Ordnung durchzuführen. Denn Probleme mit Wasser, das nicht richtig abfließt, gibt es durchaus, zum Beispiel in Neu Garge.

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