16. Grevener Bluesnächte : Greven hatte nicht nur den Blues

Hennry Heggen (r.) und Günther Brackmann
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Hennry Heggen (r.) und Günther Brackmann

Berühmte Musiker wie Abi Wallenstein und Anke Angel und Neulinge wie Christoph Steinbach und Nicolle Rochelle begeisterten

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28. August 2016, 21:00 Uhr

Blues, Boogie Woogie, Rockin’ Blues: Die 16. Grevener Bluesnächte sind Geschichte, aber wirken bei den Zuhörern sicher noch nach. Denn wenn allein schon der Name Abi Wallenstein auf dem Programm steht, machen sich viele auf den Weg.

Der zweiten Abend fing traditionell mit Kally Darm aus Tessin an. Er spielte, unter anderem, mit „Walking Blues“ von Robert Johnson nach eigenem Bekunden eine alte Kamelle und mit „Love the one you’ re with“ etwas Moderneres, aber mit dem ewig alten Thema des Verlassenseins. Ungewöhnlich die Interpretation eines alten plattdeutschen Liedes. Kally Darm verabschiedete sich dann nicht nur vom Publikum an diesem Abend, sondern auch von den Blues-Nächten. Vielleicht komme er als Rentner wieder, aber „haltet dem Festival die Treue.“

Dann folgte der Auftritt von Blueslegende Abi Wallenstein und seinen Musikern: Henry Heggen am Bluesharp( diatonische Mundharmonika), Günther Brackmann am Klavier, Micha Maass am Schlagzeug und Martin Wichmann am Bass. Die Musiker stellten sich nur kurz mit Namen vor und dann ging es furios los. Schon beim zweiten Stück hielt es einige Zuhörer nicht mehr auf den Stühlen. Bei einigen Stücken, wie zum Beispeil den „Honky tonk women“ von den Stones, wurde mitgesungen, keiner, der nicht wenigsten mit den Füßen wippte. Immer wieder gibt es Soli. Günther Brackmann am Klavier, Abi Wallenstein mit seinem unnachahmlichen „Fingerpickingstil“ und Henry Heggen, der den Spitznamen „Mr. Natural of the Blues“ trägt, bringen den Rhythmus in die warme Nacht von Greven. Ohne Zugabe wurden die Musiker nicht entlassen, aber das Programm war ja noch nicht zu Ende.

Dann kam die First Lady of Boogie-Woogie, Anke Angel. Die Niederländerin mit roter Löwenmähne, atemberaubendem Dekolleté und High-Heels ist an sich schon eine Augenweide, aber wenn sie am Klavier loslegt, tritt das tolle Aussehen sogar in den Hintergrund. Denn was sie am Klavier hören lässt, reißt alle vom Hocker. Ihre Stimme ist ebenso ausdrucksstark. Später gesellen sich ihr Partner, der Sänger und Gitarrist Robert Schumy dazu und Schlagzeuger Micha Maass und Bassist Martin Wichmann komplettieren die beiden.

Doch damit immer noch nicht genug. Der österreichische Pianist Christoph Steinbach hat mit Anke Angel die Löwenmähne gemein und trägt den Beiname „der Boogie-Wolf“ zu recht. Bei „Sweet Georgia Brown“ rasten die Finger in irrem Tempo über die Tasten. Und dann tritt Nicolle Rochelle auf, in Tüllrock und glänzendem Bustier, singt und tanzt, das es eine Augenweide und ein Ohrenschmaus ist. Die Sängerin mit Wurzeln in der Karibik hat im Musical „Josefine Baker“ in Europa die Hauptrolle gesungen. Die beiden waren zum ersten mal in Greven und man kann nur hoffen, dass sie auch ein zweites Mal kommen.

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