Grandioses Ergebnis für die Brücke

Mit einer Fackelkette wurde auf dem Deich in Darchau eine Woche vor den Wahlen eindrucksvoll für eine Brücke demonstriert. Thilo Röpke
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Mit einer Fackelkette wurde auf dem Deich in Darchau eine Woche vor den Wahlen eindrucksvoll für eine Brücke demonstriert. Thilo Röpke

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21. Januar 2013, 06:16 Uhr

Neuhaus/Lüneburg | Manfred Römer und seine Frau aus Rosien haben am späten Sonntagabend, als das Ergebnis der Brückenbefragung fest stand, eine Flasche Sekt aufgemacht. Und sicher haben es ihnen andere im Amt Neuhaus und auch auf der linkselbischen Seite gleichgemacht. Denn das Ergebnis der Bürgerbefragung zur Elbbrücke aus dem gesamten Landkreis ist eindeutig: 49,5 Prozent stimmten mit Ja, 22,4 Prozent mit Ja, aber nur bei Kostendeckelung, und 28,1 Prozent stimmten mit Nein.

Im Amt Neuhaus stimmten 92,3 Prozent der Wähler mit Ja

Im Amt Neuhaus selbst war das Ergebnis erwartungsgemäß natürlich viel eindeutiger. Da stimmten 92,3 Prozent mit Ja, 2,2 Prozent mit Ja und immerhin 5,5 Prozent mit Nein. Bürgermeisterin Grit Richter konnte es kaum fassen, als sie mit einigen anderen im Haus des Gastes auf die Ergebnisse wartete. "Das ist ein eindeutiges Votum. Ich hätte nicht damit gerechnet und bin glücklich, dass so viele Wähler mit Ja stimmten. Ich bedanke mich ausdrücklich bei den Wählern aus dem westlichen Teilen des Landkreises, die uns mit ihrer Stimme ihre Solidarität ausgedrückt haben. Und Danke auch den Akteuren vom Verein ,Brücken bauen’, hier besonders Jörg Sohst und Karl-Heinz Hoppe aber natürlich auch allen anderen, die sich so dafür eingesetzt haben, dass so viele Menschen überhaupt erst über das Thema Brücke bei Darchau informiert wurden", so Richter. Auch Ulf Göldner vom Verein Tourismus und Wirtschaft zeigte sich begeistert. "Ich hätte nicht mit diesem eindeutigen Ergebnis gerechnet, eher mit vielen Stimmen bei der dritten Antwort, die die Kosten für den Landkreis bei zehn Millionen Euro deckelt. Dieses Wählervotum bedeutet aber auch, dass sich der Landkreis nun schnellstens um eine Realisierung bemüht. Er muss sich an den Wählerwillen halten, sonst braucht man nicht abzustimmen.Für mich bedeutet dieses Ergebnis auch, dass wir als Amt Neuhaus im übrigen Landkreis angekommen sind, dass wir akzeptiert sind, und das freut mich ungemein."

Auch Landrat Manfred Nahrstedt war vom Ergebnis überrascht, allerdings hatte er damit gerechnet, dass noch mehr Wähler für die Brücke stimmen, "bei dem Aufwand, den die betrieben haben." Das Votum für eine Brücke sei eindeutig, zählt man alle Ja-Stimmen, liegt man bei über 70 Prozent. Das habe er mit Blick auf die Landesregierung gewollt. "Das Votum ist für mich bindend, nun geht es darum zu schauen, wie man die Kosten zusammen kriegt, ob eventuell auch EU-Mittel fließen können. Denn die Zehn-Millionen-Grenze halte ich aufrecht, es darf nicht sein, dass der Landkreis allein das finanzielle Risiko trägt", so der Lüneburger Landrat. Er sähe das Land nun am Zug, man sähe einer spannenden Zeit entgegen.

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