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Hagenower Kreisblatt

24. Oktober 2017 | 13:37 Uhr

Teldau : Gourmet-Imbiss aus Hinterhagen

vom
Aus der Redaktion des Hagenower Kreisblatt

Organisatoren des HügelRock-Festivals eröffnen den Food-Trailer „Black Bark“/Kostenloses Drei-Gänge-Menü zur Eröffnung

svz.de von
erstellt am 20.Apr.2017 | 07:00 Uhr

Kaum zu glauben, dass solches Zauberwerk in einem Imbisswagen zubereitet werden kann. Und das auch noch für so viele Menschen. Im Dörfchen Hinterhagen in der Teldau, da wo die ehemalige DDR zu Ende war und heute fünf Kilometer weiter vom Land Mecklenburg-Vorpommern nur eine Fähre nach Niedersachsen übersetzt, konnte am Wochenende geschlemmt werden. Zur Eröffnung ihres Food-Trailers „Black Bark“hatten die beiden Köche Mel John Sussmann und Christian Henkel ein Drei-Gänge-Menü zubereitet. Als Vorspeise gab es Bohnen im Speckbündchen mit Süßkartoffelpüree und Sauce Hollandaise, zum Hauptgang Neuseeländer Hackspieße auf Gemüsepasta und zum Dessert Vanillecreme mit Waldfruchtsauce - und das auch noch kostenlos.

„Smutlabel“ heißt die Firma zum Gourmet-Imbiss, denn die beiden Betreiber haben bis vor kurzem als Smutje gearbeitet. „Wir haben beide als Köche auf dem Segelschulschiff ‘Gorch Fock’ gekocht“, erklärt Mel Sussmann. Dort musste jeden Tag Essen für 200 Mann auf dem Tisch stehen. Christian Henkel wechselte schon 2014 als Küchenunteroffizier ins Eurocorps in Strasbourg, wo sogar 800 Personen täglich bekocht werden mussten. Seit letztem Jahr liegt die ‘Gorch Fock’ nun auf Reede und Mel John Sussmann absolvierte eine Weiterbildung zum Eventmanager bei der IHK. Nun läuft im August sowohl für ihn als auch für Christian Henkel der Vertrag mit der Bundeswehr aus und es ist Zeit, etwas Neues auszuprobieren. Mit ihrer Firma „Smutlabel“ wollen die beiden Kochkünstler besondere Kochkurse anbieten und eben mit dem Food-Trailer „Black Bark“ durch die Lande ziehen. „Man kann uns für Feste oder Events buchen“, erzählen die beiden Smutjes auf Landgang. „So ein Drei-Gänge-Menü, wie das zur Eröffnung, kostet ungefähr 15 Euro pro Person. Und wenn es nicht allzu weit weg ist, lohnt sich das für uns ab 30 Personen.“

Sowohl Mel Sussmann als auch Christian Henkel haben in „Sterneküchen“ ihr Handwerk gelernt: ersterer im Forsthaus Seebergen bei Lüttjensee (Trittau), letzterer im Radisson Blu Neubrandenburg. „Das Besondere an unserer Küche ist, dass wir dadurch, dass wir zur See gefahren sind, auch viele andere Häfen und das Essen dort erlebt haben“, erklären die beiden ehemaligen Schiffsköche. Diese Erfahrungen lassen sie nun in ihre Rezepte für den Schlemmer-Imbiss einfließen. Aber auch deutsche Küche wird ganz groß geschrieben, wenn auch oft „neu interpretiert“, wie beide sagen.

Sussmann, der in Hinterhagen geboren und aufgewachsen ist, lebt nun wieder hier und hat anscheinend noch einiges vor. Bereits im letzten Jahr stellte er am Himmelfahrtstag zusammen mit seinem alten Freund Andy Vogt das „HügelRock“-Festival auf die Beine. Das wird es in diesem Jahr wieder geben, diesmal sogar ein ganzes Wochenende lang: vom 7. bis 9. Juli.

„Wir haben inzwischen 19 Acts“, erzählen Mel Sussmann und Andy Vogt, Chef der örtlichen Trockenbaufirma MB-AV mit zehn Angestellten, nicht ohne Stolz. „16 Bands, zwei DJs und die Trommelgruppe von Klopfer aus Boizenburg.“ Denn wie in Wacken, dem großen Vorbild, mit dem das „HügelRock“ zusammen arbeitet, soll es auch bei diesem Festival an jedem Tag einen „Weckruf“ geben, mit dem die Festivalteilnehmer zum Start des Programms zusammen getrommelt werden. Headliner sind die angesagte Ska-Band „Tequila and the Sunrise Gang“aus Kiel, die am Sonnabend spielen, und die Punkrock-Band „Average“ aus Italien, die schon im letzten Jahr dabei war und den Freitagabend übernimmt. Außerdem sind natürlich die Gewinner des HügelBock-Bandcontests vom Herbst, die Hamburger Punkrocker von „NixDa!“ und „Stroking Breeze“ aus Boizenburg mit ihrem Melodic Metal dabei. Das Festival beginnt am Freitag, 7. Juli, ab 15 Uhr, auf der Wiese nebenan kann auch gecampt werden. Und es wird wohl das leckerste Festival Deutschlands, denn die „Black Bark“ übernimmt das Catering. Das Programm für das gesamte Festival ist unter www.huegelrock.de zu finden.

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