Wittenburg : Gotteshaus wird jetzt trocken gelegt

Die Nordseite der Wittenburger Kirche ist jetzt fertig, das Gerüst wird die nächsten Tage umgesetzt. Am eingerüsteten Turm musste ein Aufzug angebracht werden. Er ist stark beschädigt und braucht jede Menge Material.  Fotos: Thorsten Meier
1 von 4
Die Nordseite der Wittenburger Kirche ist jetzt fertig, das Gerüst wird die nächsten Tage umgesetzt. Am eingerüsteten Turm musste ein Aufzug angebracht werden. Er ist stark beschädigt und braucht jede Menge Material. Fotos: Thorsten Meier

Regen- und Schmelzwasser sollen künftig von St. Bartholomäus-Kirche zu Wittenburg ferngehalten werden Turm wurde eingerüstet

von
16. August 2016, 21:06 Uhr

Barbara Gubalke, der Vorsitzenden des Fördervereins zur Erhaltung der St. Bartholomäus-Kirche zu Wittenburg, steht die Freude regelrecht ins Gesicht geschrieben: „Der erste Bauabschnitt der Außenrenovierung unserer Kirche wurde bereits fertig gestellt. Das betraf den Ostchor mit Gemäuer, Fenster und Dachtragewerk sowie die Reinigung sämtlicher Gewölbe.“ Nun stünden im zweiten Bauabschnitt die Außensanierung des Kirchenschiffes und des Turmes an.

„Vor allem der Sockel um die Kirche soll trockengelegt und das Wasser über natürliche Rinnen abgeleitet werden, um es vom Fundament fernzuhalten“, berichtet die Wittenburgerin weiter, die heute 204 Mitstreitern vorsteht. Jeder Tropfen, der die Kirche nicht mehr erreiche, sei ein Gewinn. „Es sollen vereinzelt dafür auch Sickerschächte angelegt werden. Alle Dachrinnen und Rohre sind mit einem größeren Durchmesser versehen worden.“

An den Ecken der Kirche seien überdies Dachfenster angelegt worden, um die Rinnen bei Verstopfungen durch Blätter besser und leichter reinigen zu können.

„Sonst musste dafür immer schweres Gerät aufgefahren werden, was bisher immer einen gewaltiger Kostenfaktor für die Gemeinde bedeutet“, erklärt Barbara Gubalke und zeigt auf das Gerüst an der Nordseite des Gotteshauses. „Das wird die nächsten Tage umgesetzt, denn dieser Abschnitt ist jetzt fertig.“

Dass der eingerüstete Turm sogar einen eigenen Aufzug bekommen habe, sei der Tatsache geschuldet, dass er sehr stark beschädigt sei und viel Material benötige. „Die Fassade muss saniert werden. Alle Schallluken und Pfeiler zwischen den Schallluken müssen außerdem erneuert werden. Das ist recht kompliziert, aufwändig und teuer.“ Dass wahrscheinlich sogar das Glockengestühl neu gemacht werden müsse, berichtet Barbara Gubalke weiterhin im SVZ-Gespräch. Sie selber hoffe inständigst, dass die Bauarbeiten an der Kirche, die zwischen 1257 und 1284 dem heiligen Bartholomäus geweiht worden ist, bis Oktober fertig werden.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen