Kirchgemeinde Vellahn-Pritzier : Gotteshaus wird Gemeindezentrum

„Die Dachsanierung über’m Altarraum ist gemacht. Nun werden wir dort ein  Gemeindezentrum bauen.“ Dirk Sauermann, Landessuperintendent KK Parchim
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„Die Dachsanierung über’m Altarraum ist gemacht. Nun werden wir dort ein Gemeindezentrum bauen.“ Dirk Sauermann, Landessuperintendent KK Parchim

Seit im Herbst 2010 das zweite Pfarrhaus einem Brand zum Opfer fiel, wurde es für die 1020 Mitglieder der Evangelisch-Lutherischen Kirchgemeinde Vellahn-Pritzier eng. Sie müssen den Keller im jetzigen Pfarrhaus nutzen.

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28. Februar 2012, 11:35 Uhr

Vellahn | Seit im Herbst 2010 das zweite Pfarrhaus einem Brand zum Opfer fiel, wurde es für die rund 1020 Mitglieder der Evangelisch-Lutherischen Kirchgemeinde Vellahn-Pritzier eng. Und das im wahrsten Sinne des Wortes. Denn sie müssen seit diesem schicksalshaften Tag den Keller im jetzigen Pfarrhaus als Gemeinderaum nutzen. Und der ist erwiesenermaßen einfach zu klein. Doch nun scheint eine Lösung des Problems in greifbare Nähe gerückt.

"Die Dachsanierung über dem Altarraum ist gemacht. Nun werden wir dort ein modernes Gemeindezentrum bauen", erklärt Dirk Sauermann, Landessuperintendent des Kirchenkreises Parchim, der auch für das Vellahner Gotteshaus zuständig ist, das ihm persönlich sehr gut gefalle. Denn die neugotische Backsteinkirche aus den Jahren 1882 bis 1885 ist ein stattlicher, reich gegliederter Bau über kreuzförmigem Grundriss.

Neben dem zierlichen Vierungsturm und dem hohen, dreigeschossigen Westturm sind vor allem die bemalten Bleiglasfenster mit neutestamentlichen Szenen im Chorpolygon besonders eindrucksvoll.

Schöne Kirche soll und muss auch für den Alltag nutzbar sein

"Diese schöne Kirche soll und muss auch für den Alltag nutzbar sein", betont Sauermann weiter. Vier neue Räume plus Sanitärbereich sollen nun entstehen, durch die der sakrale Charakter des Gebäudes nicht beeinträchtigt werde. "Zudem kann die Kirche dann nicht nur für Gottesdienste, sondern auch für Tagungen, Lesungen, Gemeindenachmittage, Zusammenkünfte und andere Veranstaltungen genutzt werden." Von außen behalte das Gotteshaus sein Erscheinungsbild als neugotische Backsteinkirche, deren schrittweise Sanierung fortgeführt werde.

Vorausgegangen waren dieser Entscheidung zwei Überlegungen. Entweder an das bestehende Pfarrhaus neue Räumlichkeiten anzubauen oder die Kirche als Ort des Glaubens mehr zu nutzen als bisher. "Wir haben uns für die zweite Variante entschieden und 2011 einen Architektenwettbewerb ausgelobt, dessen erste Ergebnisse bereits im Frühjahr letzten Jahres vorlagen", weiß Sauermann weiter zu berichten, der auch die Baukonferenzen leitet. Die kirchenpolitische Linie sehe vor, die neuen Räume auch als Winterkirche zu nutzen. "Ähnlich, wie es bereits in Hagenows Kirche geschieht. Sie wurde auch zum Gemeindezentrum um- und ausgebaut." Man sei in der glücklichen Lage, sagt Sauermann, dass die Versicherung finanzielle Mittel für das abgebrannte Pfarrhaus zur Verfügung stelle. Zusammen mit dem Geld des Kirchenkreises und der örtlichen Kirchgemeinde sei das Projekt also gesichert.

"Für Gemeindezentrum, Dach und Fassade sollen bis 2013 etwa 650 000 Euro investiert werden", sagt Pastor Christian Lange und spricht von Mitte April, spätestens jedoch Mai, als möglichen Baubeginn. "Voraussichtlich Ende 2012 soll das Gemeindezentrum fertig sein. Damit werden wir ein besonders großes Stück an kirchlicher Lebensqualität erhalten", freut er sich.

Frühjahrsputz rund um die Vellahner Kirche

Damit im Umfeld des altehrwürdigen Gemäuers auch alles schick wird und bleibt, hat der Pastor den 24. März ins Auge gefasst. "Frühjahrsputz rund um die Vellahner Kirche" heißt das Tagesmotto. "Wir haben schon die Bäume rund um die Kirche ausgeschnitten, nun wollen wir die restlichen Arbeiten in Angriff nehmen. Ich lade von 9 bis 12 Uhr jeden ein, der Lust und Laune hat, sich daran zu beteiligen. Es wäre schön, wenn Harken und Schubkarren mitgebracht werden könnten." Für einen kleinen Imbiss in Form von Brötchen und Kaffee sei gesorgt, verspricht der junge Seelsorger.

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