Sanierungsarbeiten im Ludwigsluster Schloss : Goldener Saal momentan glanzlos

<strong>Steffi Dahl und Christian Hoffmann</strong> auf der Baustelle Goldener Saal. Die Bauleiterin zeigt auf dem Lageplan, wo sie sich gerade befinden.<foto>Uwe Köhnke</foto>
Steffi Dahl und Christian Hoffmann auf der Baustelle Goldener Saal. Die Bauleiterin zeigt auf dem Lageplan, wo sie sich gerade befinden.Uwe Köhnke

Wenn man ein altes Gemäuer erst einmal anfängt zu sanieren, kann niemand voraussehen, welche baulichen Katastrophen sich im Verborgenen ereignet haben. Im Goldenen Saal des Ludwigsluster Schlosses ist das ähnlich.

svz.de von
15. März 2013, 11:59 Uhr

ludwigslust | Jeder weiß es: Wenn man ein altes Gemäuer erst einmal anfängt zu sanieren, kann niemand voraussehen, welche baulichen Katastrophen sich im Verborgenen ereignet haben. Im Goldenen Saal des Ludwigsluster Schlosses ist das ähnlich. Im Moment hat er seinen Glanz völlig verloren. Lediglich die Säulen mit ihrer Verkleidung aus Pappmaché geben noch eine Vorstellung von dem Prunk vergangener Zeiten. Statt des Parketts breiten sich graue, grob gefertigte Bohlen auf dem Fußboden aus - der Unterbau.

Doch das wird nicht so bleiben. Bauleiterin Steffi Dahl weiß es und hält mit ihrem Wissen auch nicht hinterm Berg. Für das Ludwigsluster Schloss gibt es ein Gesamtnutzungskonzept und auch ein Ausstellungskonzept. Die öffentliche Nutzung des Schlosses steht auch künftig im Mittelpunkt, bestätigt auch Christian Hoffmann vom sanierungsverantwortlichen Betrieb für Bau und Liegenschaften des Landes (BBL).

Ein Teil des Goldenen Saales liegt über der Kasse und dem Museumsshop. Die ursprüngliche Aufgabe war, diese zu sanieren. Die Marketerietafeln auf dem Fußboden des Goldenen Saales gehen aber über den ersten Abschnitt hinaus. Also zeigte sich schon bald, dass erhebliche Schäden auch unter dem angrenzenden Teil des Fußbodens lauerten. Der Statikfachmann gab bereits zu verstehen, dass eine Sperrung des Saales die Folge wäre, würden die Schäden nicht beseitigt. Die Verantwortlichen entschieden sich für die Gesamtsanierung des Fußbodens, um den Goldenen Saal anschließend wieder uneingeschränkt nutzen zu können. Für das darunter liegende Café im Jagdsaal hat das die Folge, dass in den kommenden 12 Monaten immer die Bereiche gesperrt sind, über denen gerade gearbeitet wird. Das soll so dezent geschehen, dass die gemütliche Atmosphäre möglichst wenig beeinträchtigt wird. Ganz schließen muss die gastronomische Einrichtung also nicht. "Auch die Öfen und Kamine gehen in die Sanierung", sagt Steffi Dahl. Dahinter werden zum Beispiel später Versorgungsleitungen versteckt. In den Fußboden wird außerdem ein modernes Rauchansaugsystem versenkt, was im Falle eines Brandes die Gefahr meldet. "Das ist besser als die modernen Rauchmelder, die natürlich in einem historischen Gebäude nicht so attraktiv aussehen", erklärt die Bauleiterin.

"Wir kämpfen darum, dass wir Ende 2014 mit den Baumaßnahmen durch sind", sagt Steffi Dahl. 2015 soll der Goldene Saal dann wieder nutzbar sein.

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