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Wittendörper fürchten Dauerbeschallung : Goa-Party: Anlieger schon vorher genervt

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Dauerbeschallung nonstop. Tiefe dumpfe Töne ohne Pause - und das auch noch am Wochenende. Die Wittendörper fürchten um ihre Ruhe, wenn am 31. August auf dem Gelände an der Waschower Chaussee die große Goa-Party steigt.

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erstellt am 10.Aug.2012 | 10:24 Uhr

Waschow | Dauerbeschallung nonstop. Tiefe dumpfe Töne ohne Pause - und das auch noch am Wochenende. Die Wittendörper fürchten um ihre Ruhe, wenn am 31. August auf dem Gelände an der Waschower Chaussee die große Goa-Party steigt. "Wir wollen schlafen und können es nicht", sagt Bürgermeister Jürgen Nadzeika, der selbst in Waschow wohnt. "Wir haben das vor vier Jahren hier schon mal erlebt. Damals gab es viele verärgerte Anwohner." Wenn es nach ihm ginge, würde die Veranstaltung am ersten Septemberwochenende gar nicht erst stattfinden.

"48 Stunden Musik ohne Unterbrechung - das hält man doch nur unter Drogeneinfluss durch. So etwas können wir nicht unterstützen", sagt er. Nadzeika war der einzige, der beim Vor-Ort-Termin am Donnerstag mit dem Veranstalter, der Polizei und Vertretern von Amt und Landkreis keinen Hehl daraus machte, diese Party von vornherein abzulehnen. Vom Amt Wittenburg hieß es gestern: Die Party ist nicht genehmigungspflichtig, wird aber an Auflagen gebunden, die der Veranstalter erfüllen muss. "Es wird in den nächsten Wochen noch zwei Termine geben. Einer davon direkt vor Veranstaltungsbeginn. Dann werden wir prüfen, ob die Vorgaben eingehalten werden", so Sindy Benisch vom Fachdienst Ordnung in Wittenburg.

Auch von der Polizei gibt es derzeit keine Einwände. "Aus verkehrsrechtlicher Sicht ist alles in Ordnung", so Hagenows Polizeichef Uwe Mathews. Die Beamten seien vor Ort, um gegebenenfalls An- und Abfahrtswege zu sichern und für Ordnung und Sicherheit auf dem Gelände zu sorgen. Mathews regte an, Bühnen samt Musikanlage mit dem "Rücken" zu Waschow aufzubauen, so dass der Schall in Richtung Feld und Wiesen hallt. Für die, die mittendrin stehen, sei die Musik kein Problem. Anstrengend werde es erst in größerer Entfernung, so Mathews. "Da vernimmt man nämlich nur noch die Bässe."

Mit etwa 1000 Gästen, darunter auch vielen Einheimischen, rechnet der Veranstalter Tino Amann auf der Party. Er habe das Festival auch auf facebook gepostet, da könne man vorher nie so richtig wissen, wieviele kommen. Die Party wird mit Flyern und auf Sunshine Radio beworben. Amann, der fast jedes zweite Wochenende deutschlandweit mit seiner Anlage unterwegs ist, will alles, nur keinen Stress mit den Anwohnern, wie er sagt. "Ich will, dass ihnen die Musik gefällt." Auf der Goa-Party sind neben Live-Acts, auch eine Percussion-Show und Bodypainting vorgesehen. "Es wäre schade, wenn das jetzt noch jemand zum Platzen bringt", so Amann. Er werde alle Vorgaben, auch die Lärmpegelgrenzen, einhalten. Offen sei nur noch die Brandschutzfrage. Die Wittendörper wollen keine Feuerwehr für diese Veranstaltung bereit stellen. Sollten auch die Wittenburger nicht können, weiß sich der gebürtige Mecklenburger Tino Amann trotzdem zu helfen. "Dann hilft die Wehr aus meinem Heimatdorf Techentin."

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