Fischhaus Zarrentin : Glücklich mit Kindern und Karriere

Ein glückliches Leben als berufstätige Mutter? Aber ja, solange die Kinder „gut“ betreut werden und der Partner mithelfe meint Restaurantfachfrau Martina Holzke.  Fotos: Thorsten Meier.
Ein glückliches Leben als berufstätige Mutter? Aber ja, solange die Kinder „gut“ betreut werden und der Partner mithelfe meint Restaurantfachfrau Martina Holzke. Fotos: Thorsten Meier.

Vereinbarkeit von Familie und Beruf: Im Fischhaus Zarrentin ist dies möglich, wenn alle Seiten zu Kompromissen bereit sind

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23. Januar 2018, 11:45 Uhr

Familie, Freunde und die Arbeit unter einen Hut zu bekommen, ist mitunter mehr, als man stemmen kann. Martina Holzke könnte ein Lied davon singen. Die 28-Jährige ist Mutter von Tochter Emily (9) sowie Sohn Paul (fast 3) und arbeitet 40 Stunden die Woche im örtlichen Fischhaus als Restaurantfachfrau.

„Dort habe ich auch 2007 mit meiner Lehre begonnen und sie 2011 abgeschlossen, weil die Elternzeit dazwischen gekommen ist“, erinnert sich die gebürtige Vellahnerin. Über eine Lehrstellenbörse sei sie auf den Beruf aufmerksam geworden, habe sich beworben und sei zum Probearbeiten für einen Tag eingeladen worden. „Das war damals super, jeden Tag etwas Neues, was Gäste und Arbeit betrifft. Man bekommt von den Gästen sofort ein Feedback. Das mag ich“, sagt die junge Frau im SVZ-Gespräch. 2007 habe sie auch ihren jetzigen Lebensgefährten Daniel Behn kennengelernt, seit 2013 seien sie ein Paar. „Da mein Freund Küchenchef im Fischhaus ist, arbeite ich montags, dienstags und am Wochenende und er ir mittwochs und donnerstags sowie am Wochenende“, erzählt Martina Holzke. Nach der Elternzeit hätte man sich zusammengesetzt und geschaut, wie man die Vereinbarkeit von Arbeit und Familie hinbekomme. Man wechsele sich nun gegenseitig bei der Kinderbetreuung ab, meist im fliegenden Wechsel, oder die Großeltern sprängen helfend ein.

„Wir wollten eine win-win-Situation für alle Seiten, also für uns und auch den Arbeitgeber.“

Kompromisse helfen allen Seiten

Wenn man gute Leute behalten wolle, müsse man sich heutzutage auf einige Kompromisse einlassen“, betont Jens Niemann als Geschäftsführer des Restaurants und Hotels im Gespräch mit unserer Redaktion. Und der 37-Jährige stellt klar: „Wir sind sehr an Fachkräften interessiert und wollen sie natürlich auch behalten. Martina war von Anfang an fleißig, also haben wir sie gern übernommen, weil sie sich regelrecht durchgebissen hat“, erzählt Niemann, der die Treue und Loyalität seines 26-köpfigen Mitarbeiterstammes schätzt und nicht missen möchte. Niemann: „Etwa 65 Prozent der Belegschaft ist weiblich. Von 14 Frauen, die in Elternzeit waren, ist die Hälfte wiedergekommen. Also können wir uns auf unser Arbeitsklima schon was einbilden.“

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