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Hagenower Kreisblatt

21. November 2017 | 03:58 Uhr

Hagenow : Gewinne, Verluste und Aufreger

vom
Aus der Redaktion des Hagenower Kreisblatt

Amtsgericht dicht, KON dicht, Haushaltssperre, L04 verschoben... / 2015 ist aber auch das Jahr der Feste, Erfolge und Veränderungen

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erstellt am 30.Dez.2015 | 16:00 Uhr

Gewinne, Verluste, Daueraufreger und ein Machtwechsel: 2015 haben sich die Hagenower von Gewohntem verabschieden und auf Neues einstimmen müssen. Die Jugendbegegnungsstätte KON schließt Ende Oktober sang- und klanglos wegen finanzieller Probleme; das Amtsgericht muss trotz hartnäckigen Protests Mitte März die Türen für immer schließen, weil es die Gerichtsstrukturreform des Landes MV so vorsieht; die langjährige Bürgermeisterin Gisela Schwarz übergibt Ende Oktober die Amtsgeschäfte an ihren Nachfolger Thomas Möller, der sich nun vielen Herausforderungen stellen muss.

Beispiel Finanzen: Die Stadt steht unter Sparzwang, es besteht Haushaltssperre. Mit einem Minus von 2,2 Millionen Euro startet sie Ende 2015 in die Haushaltsberatungen für das kommende Jahr. Ein Kraftakt, der da auf Verwaltung und Kommunalpolitik zukommt. Die Haushaltskonsolidierung müsse laut Kämmerer von allen Fachgremien sehr ernst angegangen werden.

Ein anderer Dauerbrenner in diesem Jahr: Die Landesstraße 04 in Hagenow Heide. Seit Jahren drängen die Anwohner auf die Sanierung der maroden und viel befahrenen Straße. Ohne Ergebnis. Doch ein Versprechen gibt die ehemalige Bürgermeisterin Gisela Schwarz noch auf ihrer Abschiedstour durch die Ortsteile: 2016 soll die Sanierung beginnen. Zuständig für die Landesstraße ist allerdings das Straßenbauamt Schwerin.

Es ist aber auch das Jahr der Feste und Erfolge in Hagenow. Das Altstadt- und Schützenfest lockt im Juni wieder tausende Besucher in die Kleinstadt. Die Stadtschule als wohl älteste Schule der Region feiert Anfang Oktober ihren 180. Geburtstag mit einem 70 Minuten langen Tanz- und Showprogramm und vielen Projekten an mehreren Tagen.

Ein weiterer Höhepunkt: Gleich zu Beginn dieses Jahres toben die ersten Kinder durch die neue Kita „Kleine Nordlichter“ am Prahmer durch ihre neuen Räume. Eine Entlastung für die voll ausgelasteten älteren Einrichtungen im Ort. 2,15 Millionen Euro kostet der Bau für 36 Krippen- und 48 Kindergartenkinder. Er wurde nur aufgrund der umfangreichen Fördermittel möglich. Ein Gewinn für Hagenow, doch die Situation ist immer noch nicht entschärft. Die Stadt sucht jetzt erneut nach etwa 50 Kita-Plätzen. So sieht es die Bedarfsplanung des Landkreises für die Zukunft vor.

Dem neuen Bürgermeister, seinem Verwaltungsteam und den Fachausschüssen stehen noch viele Aufgaben bevor: Ansiedlungen im Gewerbegebiet Sudenhof etwa, der Breitbandausbau dort, in der Steegener Chaussee und den Ortsteilen, sind weitere Themen. Was das KON am Sudenhof angeht, dort soll schon in der kommenden Woche über eine Lösung beraten werden.

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