Toddin : Getreideernte läuft auf Hochtouren

Andreas Ulijan von der Agrarvereinigung Toddin zieht mit dem Mähdrescher auf einem Schlag bei Toddin seine Ernterunden.  Fotos: Dieter Hirschmann
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Andreas Ulijan von der Agrarvereinigung Toddin zieht mit dem Mähdrescher auf einem Schlag bei Toddin seine Ernterunden.

Landwirte aus der Region rechnen mit einem normalen Ernteertrag / Voraussichtlich in zwei Wochen ist die Mahd in der Region beendet

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12. August 2015, 07:45 Uhr

Leonie Thoms von der Agrarvereinigung Toddin bunkert gerade das gedroschene Getreide ab. Am Montagnachmittag dreht sie bei herrlichem Erntewetter mit dem Mähdrescher Runde um Runde auf einem Schlag in Toddin.

Die Landwirte bringen gegenwärtig die Getreideernte ein. Um alles Gewachsene gut vom Halm zu bekommen, kann aus dem Arbeitstag schnell eine Arbeitsnacht werden. Denn, wenn der Feuchtigkeitsgehalt des Getreides in Ordnung ist, wird so lange gedroschen wie es geht. Meistens können die Landwirte aber erst ab Mittag anfangen zu dreschen, und abends kann es dann schon 23 Uhr werden.

Auf mehr als 700 Hektar stand auf den Flächen der Agrarvereinigung Toddin das Getreide. „Wir haben jetzt alles vom Halm bekommen, Gerste, Raps und Weizen. 90 Hektar Roggen haben wir noch abzuernten. Dafür brauchen wir, wenn die Bedingungen stimmen, ungefähr zwei Tage. Was die Getreideernte betrifft, sind wir schon relativ entspannt“, erzählt Leonie Thoms, die mit der Mahd die erste große Bewährungsprobe als Chefin des Agrarunternehmens zu bewältigen hat, weil sie erst seit Juni Geschäftsführerin in Toddin ist. Übrigens begannen die Toddiner mit der Gerstenernte Anfang Juli, und seitdem zieht sich die Mahd aufgrund des wechselhaften Wetters.

„Heute können wir sagen, dass wir eine durchschnittliche Ernte erreicht haben. Eigentlich sind wir zufrieden“, gesteht die aus Niedersachsen stammende Agrarwirtin, die in Toddin erst seit drei Tagen auf dem Mähdrescher sitzt, weil ein Kollege ausgefallen war. Doch in der Getreideernte wird eben jede Hand gebraucht. Und deshalb steuerte die junge Frau den hochtechnisierten Mähdrescher in den vergangenen Tagen souverän über das Getreidefeld.

Die Toddiner Landwirte betreiben Ackerbau, Viehzucht und sie besitzen eine Biogasanlage. Die Einschätzung der Toddiner Landwirte über die Getreideernte stimmt überein mit der Meinung von Harald Elgeti, dem Geschäftsführer des Kreisbauernverbandes Ludwigslust (das Verbandsgebiet erstreckt sich über den Altkreis Ludwigslust). Und was die Preise für das Getreide betrifft, so liegen sie nach seiner Information unter Niveau. So liegt der Doppelzentner Roggen bei 13 Euro für den Doppelzentner und bei Weizen ist es ebenso.

„Ich glaube, dass allenthalben die Erntemenge schlechter eingeschätzt wurde, als sie tatsächlich ist. Und wenn sich abzeichnet, dass ein gutes Angebot da ist, drückt das auf den Preis“, so der Landwirtschaftsexperte. Voraussichtlich in etwa zwei Wochen werde die Getreideernte abgeschlossen sein.

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