Hagenow : Geschichtsträchtiger Rundgang

So sah der Klunk in den 60er-Jahren aus: Scheune an Scheune und keine feste Straße.
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So sah der Klunk in den 60er-Jahren aus: Scheune an Scheune und keine feste Straße.

Kuno Karls bereitet neues Buchprojekt vor / Klunk und Neue Heimat von Hagenow stehen im Mittelpunkt des Bildbandes

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03. November 2015, 15:21 Uhr

Der Hagenower Heimatforscher Kuno Karl bereitet ein neues Projekt vor. Nach dem großen Erfolg seines Buches „Es war einmal eine Grenze“ begibt er sich in seinem neuen Buch auf einen geschichtsträchtigen Rundgang durch den Hagenower Klunk. Hunderte Stunden hat er bereits in sein jüngstes Vorhaben investiert und gibt SVZ jetzt die Möglichkeit, vorab einen Blick in den Bildband zu werfen, der mehr als 300 Seiten haben wird.

„Ich habe Tausende von Fotos und bin der Meinung, dass sie nicht im Archiv liegen, sondern der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden sollen. Denn viele der Fotos haben mir Familien aus ihren privaten Alben zur Verfügung gestellt“, erzählt Kuno Karls, während er seinen Rechner mit dem Buchmanuskript hochfährt. Nichts habe sich so stark in Hagenow verändert, wie der Klunk, vom Ackerbürger-Viertel zum Einkaufszentrum, ist er der Meinung. Selbst hat er bereits seit Mitte der 60er-Jahre die Entwicklung im Klunk mit dem Fotoapparat festgehalten.

In seinem Buch gibt der Autor zunächst einen Überblick über diesen Bereich der Stadt, über die Neue Heimat und den Klunk. Mit den Lesern begibt es sich auf eine geschichtliche Wanderung. Vom Lindenplatz geht es über die Schweriner Straße, durch die heutige Rudolf-Tarnow-Straße über die Neue Heimat bis zur Möllner Straße. Von dort aus führt der Autor seine Leser dann zurück in Richtung Stadt. „Dann geht es weiter über die Robert-Stock-Straße, die Sand-, Berg und Grubenstraße über den Lindenplatz in die Hirtenstraße. Dort, in dem Bereich, wo das einstige Kreiskulturhaus stand, endet dann der Rundgang“, erzählt Kuno Karls weiter.

Klunk nennt sich der Teil der Stadt, der früher als Anhängsel bezeichnet wurde, denn der Bereich Hagenow endete damals dort, wo heute die Drogerie Müller ist. Im frühen 18. Jahrhundert erweiterten die Stadtväter den Bereich um den Klunk. Dort wohnten viele Ackerbürger. In der Stadt durften aufgrund der Brandsicherheit keine Scheunen gebaut werden, die mussten außerhalb, u. a. im Klunk errichtet werden, ist von Kuno Karls weiter zu erfahren. Ein Großteil der Häuser dort ist bereits Anfang der 70er-Jahren abgerissen worden, als Platz geschaffen werden musste für das damalige Kreiskulturhaus.

Kuno Karls hat unzählige Fotos in seinem Archiv, sucht aber dennoch ein Fotomotiv vom Kreiskulturhaus mit Blick aus der Bahnhofstraße auf den Lindenplatz. Und er will ein wenig Marktforschung betreiben. „Ich möchte doch gern wissen, wer sich für diesen Bildband interessieren würde. Ich habe vor, das Buch in einem Jahr herauszugeben“, erzählt der Autor abschließend.

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