Wir in Bengerstorf : Paradies Bengerstorf

Karte: Stepmap, 123map, OpenStreetMap, ODbL 1.0
1 von 4
Karte: Stepmap, 123map, OpenStreetMap, ODbL 1.0

Die Kultur für Boizenburg kommt vor allem aus der Gemeinde mit vielen Künstlern

svz.de von
07. Juni 2016, 13:11 Uhr

Man kann mit Fug und Recht sagen, dass die Kultur für Boizenburg zum großen Teil aus Bengerstorf kommt, genauer gesagt aus Groß Bengerstorf.

Carsten Willers lebt hier, der zum Kino-Club gehört, das Kulturschiff MINNA managt, die dortige Theatergruppe leitet und in der Band Pelloton spielt. Genauso wie seine Bandkollegen Pelle und Stefan Barg, die ebenfalls hier wohnen. Auch der Musiker Klopfer, Chef der stadtbekannten Trommlergruppe, ist hier heimisch. Christian Lempp, der Boizenburger Kinobetreiber und Chef des Kino-Clubs, baut sich gerade im Ort ein Haus. Der Kino-Club organisiert in Boizenburg inzwischen nicht nur Filmfestivals und Konzerte, sondern unterstützt auch verschiedener Jugendinitiativen im musikalischen, sportlichen und soziokulturellen Bereich. So ist die Skater-Initiative dort angebunden, aber auch die Boizenburger Willkommens-Initiative.

Nicht zuletzt sind die Fotografen und Filmemacher Cenci Göpel und Jens Warnecke mit ihrer Firma „Lightmark“ in Groß Bengerstorf ansässig.

Seit 2005 sind die beiden Hamburger hier zu Hause. „Vorher haben wir fünf Jahre gesucht“, erzählt Jens Warnecke. „Für Groß Bengerstorf haben wir uns wegen der schönen Natur entschieden.“ Das Paar nennt den Ort auch gern „Bengerstorf Paradise“.

„Wir sind auch deshalb auf Bengerstorf gekommen, weil wir in dieser Zeit begonnen haben, für unsere Fotografien mit Light Painting zu experimentieren“, erklärt Cenci Göpel. „Dafür haben wir eine Gegend gesucht, in der es nachts wirklich noch dunkel war.“ Und sind auf Groß Bengerstorf gestoßen. „Damals gab es nur sechs, sieben Leute weltweit, die Light Painting gemacht haben“, erinnert sich die Künstlerin.

Light Painting ist eine fotografische Technik der Langzeit-Belichtung, in welcher Fotografien in der Regel bei Dunkelheit oder in abgedunkelten Räumen durch die Bewegung einer oder mehrerer Lichtquellen bzw. durch die Bewegung der Kamera entstehen.

Für die Technik ging das Fotografenpaar auch extra auf Reisen. So fuhren sie zum Beispiel vom südamerikanischen Buenos Aires mit dem Fahrrad bis nach Feuerland. Und da ihnen dort und auch anderswo außerordentlich schöne Fotos gelangen, wurden sie weltweit berühmt. Sie erhielten Aufträge, von Australien über Indonesien und Japan bis Grönland. Sogar in New York haben sie schon ausgestellt.

„Durch die Entwicklung der digitalen Fotografie machen aber inzwischen Millionen Fotografen Light Painting“, meint Cenci Göpel. Dadurch habe der Hype um sie ein wenig nachgelassen. Die beiden können trotzdem nicht über ihre Auftragslage klagen. Jens Warnecke produziert seit 25 Jahren als Kameramann und Cutter auch regelmäßig Dokumentarfilme und Reportagen, u. a. für Arte und den NDR. Seit neuestem stellen das Paar auch sehr sehenswerte Werbespots lokaler Unternehmen für das Kino her. Cenci Göpel designt außerdem noch Websites.

Im Juli haben die beiden Fotografen wieder eine Ausstellung mit Light-Painitng-Fotografien in Spanien.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen