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Wir in Teldau : Junges Unternehmen auf Erfolgskurs

vom
Aus der Redaktion des Hagenower Kreisblatt

Die Firma „Nobatec“ ist spezialisiert auf Transport- und Förderbänder

svz.de von
erstellt am 22.Feb.2016 | 16:40 Uhr

Es ist doch immer wieder erstaunlich, wie viel technologisches Expertenwissen in unserer Region auch in kleinen Dörfern zu finden ist. Ein Beispiel dafür ist die Firma Nobatec in Vorderhagen. Sie wurde im Herbst 2014 als Tochter- oder besser gesagt Sohn-Firma des weltweit agierenden Unternehmens Norditec aus Zahrensdorf gegründet und hat sich auf die Produktion und den Service von Förderbändern- und Riemen spezialisiert. Während Norditec Kunden in aller Welt beliefert, arbeitet Nobatec mit dem Heimvorteil. „Zu unseren Kunden gehören inzwischen Sweet Tec, Toffi Tec und Danish Crown in Boizenburg sowie Edeka in Gallin und Dr. Oettker in Wittenburg“, erzählt Andreas Voigt, der die Firma als Juniorchef zur Zeit noch zusammen mit seinem Vater Ullrich Voigt leitet. Der Jungunternehmer hat sieben Mitarbeiter, Durchschnittsalter 30 Jahre. Nobatec bekommt ihr hochwertiges Material aus Israel, den Niederlanden, Italien oder der Schweiz, fertigt dann die Bänder und Riemen exakt nach den Anforderungen der Kunden an und baut sie auch selbst ein.

Andreas Voigt, der Maschinenbautechnik und ein paar Semester Betriebswirtschaft studiert hat, zeigt sich zufrieden mit der Entwicklung des Unternehmens. „Wir haben nach nur gut einem Jahr eine Auslastung von ca. 60 Prozent und arbeiten damit kostendeckend. Aber ein kleiner Gewinn wäre schon nicht schlecht. Ich hoffe auf eine Vollauslastung in einem Jahr“. Man müsse sich aber das Vertrauen der Kunden erst erarbeiten, meist seien diese erst nach mehreren kleineren Aufträgen zu einem größeren bereit. „Wir haben bis jetzt immer zum Termin geliefert. Und wenn wir dafür 16 Stunden arbeiten“.

Das besondere Highlight für die Kunden ist der 24-Stunden-Service, den Andreas Voigt, der nach zehn Jahren in Hamburg in zwischen wieder in Boizenburg lebt, im letzten Monat eingeführt hat. Ein SOS-Einsatz sieht dann so aus, dass z. B. um 10 Uhr morgens ein Anruf von Sweet Tec kommt, weil sich Fasern aus einem Förderband lösen. Dann können Andreas Voigt und seine Mitarbeiter zwar schon in ihrer Werkhalle das Band auf Länge und Breite zuschneiden, müssen aber das Schichtende bei Sweet Tec um 22 Uhr und die Reinigung des Bandes abwarten, um mit dem Verschweißen des neuen Teilstücks vor Ort loslegen zu können. So ein Einsatz dauert dann schon mal bis drei Uhr nachts.

„Ich suche noch einen siebten Mitarbeiter“, verrät Voigt. „Er sollte einen Facharbeiterabschluss haben. Ein technischer Hintergrund wäre schön, aber derjenige muss sowieso angelernt werden.“

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