Wir in Boddin : „Erst mal nach den Sternen greifen“

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Boddins Kita „Katz & Maus“ ist 50 Jahre alt und müsste dringend saniert werden

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01. Juni 2016, 10:58 Uhr

Im letzten halben Jahrhundert haben die Mauern der heutigen Kita „Katz & Maus“ sicherlich so einiges zu hören und zu sehen bekommen. Doch nun ist der Flachbau endgültig in die Jahre gekommen.

„Ganz vordringlich steht eigentlich eine energetische Sanierung an“, erklärt Bürgermeister Bernd Ankele bei einem Vorort-Termin. Eine Ausschreibung werde noch in diesem Jahr erfolgen. In der Vorplanung gehe es in erster Linie darum, die Kosten zu analysieren. „Es könnte ja auch dabei herauskommen, dass ein Neubau viel günstiger ist. Oder, dass man auf vorhandener Substanz kostengünstiger bauen kann. Zumal das Gebäude vor gar nicht allzu langer Zeit nach einem Wasserschaden bereits Fußbodenheizung erhalten hat.“ Die Planungen könnten theoretisch noch 2016 abgeschlossen werden. „Wir werden auch alle verfügbaren Fördertöpfe anbohren. Denn aus eigener finanzieller Kraft schaffen wir das nicht“, betont der Dorfobere. Die Landespolitik wolle ja auch überdies, dass besonders im dörflichen Gefüge viel für die Kinder als Investition in die Zukunft getan werde.

Alles Worte, die bei Kita-Leiterin Kerstin Riediger wie Musik klingen dürften. „Wir bräuchten dringend einen Sportraum. Auch die Sanitäranlagen entsprechen nicht mehr dem Standard. Alle Kinder müssen sich ein Bad teilen. Das Jugendamt empfiehlt, den jetzigen Standort zu erhalten“, berichtet die Pädagogin, die seit 2011 dem Hause vorsteht. Und damit 35 Mädchen und Jungen im Alter von Null bis sechs Jahren, die in drei Gruppen von vier Erziehern und einer technischen Kraft betreut werden. Man müsse schon in kleineren Gruppen arbeiten, um den dörflichen Charakter der Betreuungseinrichtung zu erhalten. „Das schätzen die Eltern ja an unserem Angebot“, erklärt Kerstin Riediger. Die Zusammenarbeit mit den Eltern sei vorrangiges Ziel der Kita. „Wir wollen auch, dass sie von Anfang an in die Planungen der Sanierung oder eines Neubaues mit einbezogen werden. Wir wollen sie mit ins Boot holen.“ Es werde keine Entscheidung über die Köpfe der Eltern hinweg geben, verspricht die Leiterin.

Bernd Ankele weiß, dass der Weg bis dahin noch holprig und stressig werden kann. Davor habe er aber keine Bange, gesteht er im SVZ-Gespräch. Das seien ihm die Kinder allemal wert. Denn sie seien das A und O bei allen Überlegungen, ohne sie gäbe es nämlich bald keine Dörfer mehr.

„Wir müssen erst mal nach den Sternen greifen. Das Leben stutzt uns unsere Pläne sowieso noch zurecht.“

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