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Wir in Hülseburg : Einst zweitschönstes Schloss im Land

vom
Aus der Redaktion des Hagenower Kreisblatt

Wunsch der Hülseburger: den verwilderten englischen Park wieder herrichten

Es soll einmal das zweitschönste Schloss in Mecklenburg-Vorpommern gewesen sein. Nach dem Schweriner. Bis es 1947 abbrannte. Heute ist von dem neogotischen Bau aus dem 18. Jahrhundert mit seinem knapp acht Hektar großen englischen Park in Hülseburg nichts mehr zu sehen. Nur noch einige Mauerreste der einst künstlich angelegten (Hülse)Burg stehen zwischen den wild wuchernden Bäumen. Und auch das alte Kanalsystem schlängelt sich noch durch den Wald. Der Traum in der Gemeinde: den Park wieder herzurichten.

„Das wäre eine Chance für Hülseburg“, sagt Brigitte Wolf, ehemalige Bürgermeisterin und Ortschronistin. Aus dem Kanalsystem ließe sich bestimmt etwas machen, vielleicht ein Rundgang. Und auch die alten großen Bäume des einstigen englischen Parks seien so schön. Sie stellt sich schon vor, wie es aussehen könnte, wenn neue Sichtachsen ins zugewucherte Areal geschnitten werden.

Aber dafür „müsste ein vernünftiges Konzept erarbeitet werden“, sagt Brigitte Wolf. Und so ein Vorhaben brauche Leute und Ideen. Zudem koste es Geld, wirft Bürgermeister Heinz Dubielski ein.

Erste kleine Schritte sind bereits gemacht. Die Gemeinde ließ auf dem Areal Fichten ausroden, verkaufte das Holz und legte das Geld zurück für das Parkvorhaben. Auch die Übergänge zur Burgruine wurden wieder hergestellt. Und ein Verein soll gegründet werden, der sich der Sache gezielt annimmt.

Ein weiterer Erfolg: Die Grabkapelle der Familie von Campe, die das Schloss ausgebaut und den Park angelegt hatte, konnte die Gemeinde restaurieren. „Das war uns wichtig. Denn sie gehört mit zum Ensemble“, sagt Brigitte Wolf. Dabei lag damals schon die Abrissgenehmigung für die Kapelle vor, bis sich dann doch noch mit Unterstützung des Landkreises und durch diverse Fördermöglichkeiten eine Chance bot. Jetzt hoffen alle, dass es auch mit dem Schlosspark bald konkreter wird.

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erstellt am 11.Jul.2016 | 13:15 Uhr

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