Wir in Redefin : Ein Fleischer mit langer Tradition

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Dieter Rossol führt in Redefin die Fleischerei seines Vaters / Seine Qualitätswurst nach alten Rezepten gewann etliche Preise

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19. November 2015, 09:50 Uhr

Dieter Rossol ist Fleischer mit Leib und Seele. Der Redefiner betreibt in der knapp 600 Seelengemeinde einen kleinen Verkaufsladen mit Verarbeitungsräumen für Blutwurst, Wiener oder Leberkäse, die er noch immer nach alter Tradition herstellt. „Mein Vater hat den Laden aufgebaut. Und hier habe ich auch das Handwerk gelernt“, erzählt der 65-jährige Redefiner.

1946 eröffnete die Fleischerei in der Dorfmitte von Redefin. Dieter Rossol ging neun Jahre später bei seinem Vater in die Lehre und absolvierte 1977 die Meisterprüfung. Mit seinen Produkten „Hausmacher-Art“ gewann Dieter Rossol etliche Preise. Sein Geheimnis: gute Qualität und guter Geschmack. „Ich arbeite nur mit natürlichen Gewürzen“, so der Redefiner. Und auch beim Fleisch achtet er auf höchste Qualität, bezieht seine Ware schon jahrelang von einem Schlachter aus Parchim. Nach Rezept arbeitet Dieter Rossol schon lange nicht mehr. „Das einzige was ich abwiege, ist das Salz. Die anderen Gewürze mische ich per Hand hinzu.“ Ein Rezeptbuch findet man nicht in seiner Fleischerei. „Ich habe alles im Kopf“, fügt er schmunzelnd hinzu.

Doch Dieter Rossol ist ein Auslaufmodell, wie er selbst sagt. Einen Nachfolger hat er nicht und auch den Laden öffnet er nur noch drei Tage die Woche. „Die anderen drei Tage stehe ich hinten und verarbeite das Fleisch.“ Vor rund 50 Jahren sah das noch ganz anders aus. „Da haben wir fünfeinhalb Tonnen Lungenwurst im Januar produziert. Da war das ganz Kühlhaus noch voll“, erinnert sich der 65-Jährige. Heute produziert der Fleischer nur noch so viel, wie er es auch verkaufen kann.

Im nächsten Jahr feiert das Fleischergeschäft in Redefin sein 70-jähriges Bestehen. Bis dahin will Dieter Rossol auch noch weitermachen. „Ich mach noch so lange weiter wie ich lustig bin und es Spaß macht“, so der Fleischer weiter.

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