Wir in Vellahn : Die ländliche Stadt als Zentrum einer sehr lebendigen Region

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Vellahn geht 2016 mit sehr ehrgeizigen Plänen an den Start / Neubau der Kita und Baugebiet gehören zu den wichtigsten Projekten

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18. Januar 2016, 12:00 Uhr

Es gibt eine Zahl, die den Reichtum der Vellahner Region verdeutlicht: Aktuell gibt es in der Gemeinde 193 Gewerbeanmeldungen in allen nur denkbaren Branchen. Dem Gemeindehaushalt nützt das mit einer Ausnahme nur wenig, aber zeigt es die Vielfalt des ländlichen Lebens. Dennoch pendelt ein Großteil der arbeitsfähigen Bevölkerung zur Arbeit. Das jedoch nicht nur in den nahen Westen sondern vor allem auch in die Wittenburger und Hagenower Ecke.

Umso wichtiger ist jedes Stück Infrastruktur, das neu geschaffen, saniert und erweitert wird. Denn das hält die Menschen in der Region.

Aus drei mach eins, das gilt in den kommenden Monaten für den Kita-Neubau, der im März beginnen wird. Die neue Einrichtung wird 132 Plätze haben, davon 96 im Kitabereich, 36 bei der Krippe und vier Inklusionsplätze. Die alten und baulich kaputten Kitas werden mit den Inbetriebnahme des Neubaus geschlossen.

Ebenfalls im Frühjahr beginnt die Erschließung des Neubaugebietes für Eigenheime „Am Berge“ mit 32 Grundstücken, die zwischen 700 und 1000 Quadratmeter groß sind. Es gibt bereits 15 Bauvoranfragen, ab Sommer können die Häuslebauer wohl loslegen. Gleich neben dem Eigenheimgebiet soll ein Objekt von 60 Wohnungseinheiten für betreutes Wohnen entstehen. Dafür sind 10 000 Quadratmeter Fläche reserviert, ein Investor soll in den kommenden Wochen gefunden werden. Gemeinde und Amt rechnen da fest mit einem Erfolg. Die Idee: Ältere Leute sollen so lange wie möglich in ihrer vertrauten Region bleiben können, ohne gleich ins Altersheim zu müssen oder in eine Stadt zu ziehen.

Ganz wichtig und schon lange da ist die Vellahner Schule. Im letzten Jahr wurden dort für den Computerbereich gut 30 000 Euro ausgegeben. Für die Schule steht für dieses Jahr, so hofft man, die Sanierung des Sanitärbereiches in der Turnhalle an. Allein dafür geht es immerhin um 417000 Euro. Noch aber ist die Finanzierung unklar. Denn trotz aller Unterstützung und des vielen Gewerbes ist der Vellahner Haushalt auf Kante genäht. Ohne Fördermittel geht sowieso nichts, und oft genug ist es auch extrem schwer, den nötigen Eigenanteil aufzubringen.

Kein Wunder also, dass sich die Vertretung auf die Suche nach neuen Finanzierungsquellen gemacht hat und dabei auf die Teilhabe an der Windkraft gestoßen ist. Dank der wirtschaftlich erfolgreichen landwirtschaftlichen Betriebe, die die Region nach wie vor stark prägen, gibt es diese Möglichkeit. Stichwort ist hier der durch die Lindenhof GmbH geplante Windpark in Kloddram. Sollte man sich einigen könnte die Gemeinde mit regelmäßigen Einnahmen jenseits von 100 000 Euro im Jahr rechnen. Doch noch ist das Projekt in der Vorplanung und aktuell umstritten.

Welche Bedeutung Vellahn mit seinem großen Einzugsgebiet hat, zeigt noch ein anderes Großprojekt. Der derzeit laufende Neubau des Konsum-Supermarktes. Nach letzten Informationen soll der neue Markt Mitte März eröffnet werden. Danach wird der bisher noch genutzte alte Markt abgerissen und Platz für die benötigen Parkplätze schaffen. Allein diese Maßnahme wird das Antlitz Vellahns nachhaltig verändern. Dennoch bleibt viel zu tun. So ist derzeit unklar was aus dem wuchtigen alten Amtsgebäude wird, das sich inzwischen in Privatbesitz befindet und leer steht.

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