Wir in Zarrentin : Das Buch bleibt ein Freund der Freizeit

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In Zarrentin leihen sich 730 Nutzer der Bibliothek regelmäßig Medien aus

svz.de von
24. November 2015, 10:38 Uhr

Allen Unkenrufen zum Trotz ist das gute alte Buch nicht totzukriegen. Sehr zur Freude von Martina Kroschewski. Die 56-Jährige leitet seit Mai 2014 die städtische Bibliothek im Kloster.

„Wir haben etwa 11 500 Medien im Bestand. Bis Ende Oktober sind von rund 730 Nutzern in diesem Jahr etwa 500 aktiv gewesen, davon 87 Kinder, 54 Jugendliche sowie 189 Erwachsene. 95 Leser besitzen desweiteren eine Familienkarte, 14 sind Nutzer von Institutionen wie Kindereinrichtungen. Und wir haben 92 Senioren als regelmäßige Leser registriert“, erzählt die Bibo-Chefin im SVZ-Gespräch.

Eine von diesen älteren Bücherliebhaberinnen ist Renate Moritz aus Zarrentin. „Ich komme seit 14 Jahren regelmäßig in die Ausleihe, um mir vor allem Romane des 19. Jahrhunderts zu holen. Am liebsten lese ich Werke, die in Australien, Neuseeland oder England spielen“, verrät die 74-Jährige, die sich auch immer wieder gern bei der Auswahl der Bücher beraten lässt.

„Wir haben einen guten Bücherbestand, kaufen regelmäßig Bestseller und sorgen auch sonst für den Zulauf neuer Werke“, berichtet Martina Kroschewski. Alte Bücher würden ausgemustert und auf mindestens zwei Flohmärkten pro Jahr angeboten. Vom Erlös würde Neues angeschafft. „Historische Romane, Biografien und Krimis gehen immer. Viele Nutzer fragen auch gezielt nach Neuerscheinungen“, erzählt die gebürtige Zarrentinerin, die die Bibliothek bereits seit über 50 Jahren kennt. Seit sie vor etwa einem halben Jahrhundert ihre Pforten öffnete.

„Für Klassiker, DDR-Werke und Weltliteratur haben wir extra einen seperaten Raum eingerichtet. Hier sehen sich immer mehr Leser um, verschaffen sich einen Überblick über die Bücher, die man im Leben unbedingt einmal gelesen haben sollte.“ Zwischen Ost und West gäbe es dabei keine Leser-Unterschiede. Männer läsen gern über den Ersten und Zweiten Weltkrieg sowie die Flucht aus Ostpreußen, Frauen seien hingegen häufiger an Schicksalsromanen und Biografien interessiert.

Martina Kroschewski: „Die Nachfrage nach Hörbüchern ist enorm gestiegen. Viele Nutzer genießen nämlich so Literatur auf dem Weg zur Arbeit im Auto, bei der Handarbeit daheim oder während der Erledigung der häuslichen Aufgaben.“

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