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Erntefeste im AltKreis Hagenow : Gemeinden in Feierlaune

vom
Aus der Redaktion des Hagenower Kreisblatt

Trotz schlechter Erträge bei Obst und Getreide: Gute Stimmung bei zahlreichen Umzügen und Erntefesten

svz.de von
erstellt am 11.Sep.2017 | 08:00 Uhr

Die Ernte dieses Jahr lässt die Bauern nicht gerade jubeln. Gefeiert wurde sie und die mit ihr verbundene Arbeit jetzt aber trotzdem. Am zweiten Septemberwochenende finden im Altkreis Hagenow traditionell viele Erntefeste statt. Auch wenn die Erträge in dieser Saison deutlich unter denen des Vorjahres liegen. Beim Getreide geht es sogar soweit, dass sich einige Gemeinden keine neue Erntekrone angeschafft haben.

In Kuhstorf beispielsweise musste die alte herhalten. „Wir haben einfach kein vernünftiges Getreide bekommen. Deshalb haben wir die Erntekrone aus dem vergangenen Jahr genommen, und sie mit Blumen neu geschmückt“, erzählt Bürgermeisterin Annelies Ehm am Sonntag im Festzelt. Das Frühschoppen ist zu diesem Zeitpunkt gut gefüllt, denn der Auftritt der Cow`s Dörper Linedancer steht kurz bevor: ein Highlight. „Schade, dass gestern Abend nicht so viele Leute da waren“, meint Annelies Ehm ein wenig enttäuscht über die Gästezahlen am Sonnabend.

Iris Feldmann, Bürgermeisterin der Gemeinde Hoort, zeigte sich dagegen zufrieden. „Danke, dass ihr jedes Jahr dieses verrückte Spektakel mitmacht“, rief sie ihren Einwohnern schon zur Eröffnung des Erntefestes am Sonnabend zu. Zuvor schlängelte sich ein bunter Umzug mit dreizehn liebevoll geschmückten Erntefahrzeugen durch die Gemeinde. Ein besonderer Hingucker war ohne Zweifel das Schaubild von Manuel Westphal. „Ursprünglich wollten wir aus Rund- und Quaderstrohballen einen Pulling-Traktor bauen. Doch daraus wurde leider nichts, so dass wir in zweiwöchiger Arbeit nur einen ganz gewöhnlichen Traktor nachstellen konnten.“ Doch das überaus bescheidene „nur“ wäre an dieser Stelle nicht notwendig gewesen, schließlich gewann der KFZ-Mechatroniker aus Neu Zachun das Votum der Jury, die das Erntefahrzeug zum schönsten und originellsten Schaubild des Hoorter Erntefestes kürte.

„Ich bin voller Dankbarkeit, dass die Frauen meiner Gemeinde für den leckeren Kuchen und für die große Kaffeetafel gesorgt haben. Aber auch für die tatkräftige Unterstützung beim Aufbau des Festplatzes am Freitagabend bei strömenden Regen möchte ich mich an dieser Stelle nochmals recht herzlich bedanken“, sagt Bürgermeisterin Iris Feldmann.

Pünktlich zu Beginn des Ernteumzuges am Sonnabend zeigte sich Petrus dann von seiner besten Seite und verschonte die gut gelaunten Teilnehmer mit seinem Dauerregen. So hatten Groß und Klein viel Spaß beim Entenschätzen, Ponyreiten oder beim Kürbiswettbewerb. Am Abend klang das Erntefest mit einem Tanz schwungvoll aus.

Auch in Zühr nutzten die Leute die Gelegenheit zum Tanz auf dem Dorf. „Gut 350 Gäste waren am Abend bei der Disco“, erzählt Tino Steinhauer, Wehrführer der Freiwilligen Feuerwehr Zühr, die das Fest seit 24 Jahren organisiert. Und das Frühschoppen am Sonntag kommt bei ihnen ebenfalls gut an. Die Blaskappelle spielt und zum Mittag füllt sich der Festplatz bei blauem Himmel und Sonnenschein erneut.

Ein wenig Glück mit dem Wetter gehört eben dazu. Das hatte dieses Jahr auch die Dörpschaft in Dellien. Kurz vor dem Umzug durch das Dorf hörte es auch dort auf zu regnen. So konnten die Zuschauer die teils traditionellen, teils originellen Wagen trockenen Fußes von der Reithalle zum Dorfgemeinschaftshaus begleiten, wo bis in den Abend gefeiert wurde.

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