Bandenitz : Gemeinde setzt auf eigene Azubis

Noch nicht lange her:  2018 wurde das neuen „Zwergenland“ errichtet und schon dieses Jahr könnte ein Anbau folgen. Um die Kinder nicht nur unterzubringen, sondern fachgerecht zu betreuen, setzt die Gemeinde künftig auch auf eigene Auszubildende.
Noch nicht lange her: 2018 wurde das neuen „Zwergenland“ errichtet und schon dieses Jahr könnte ein Anbau folgen. Um die Kinder nicht nur unterzubringen, sondern fachgerecht zu betreuen, setzt die Gemeinde künftig auch auf eigene Auszubildende.

Neue Satzung für das „Zwergenland“ in Bandenitz: Gemeinde steht zur Kinderbetreuung und will in ihrer Kita Erzieher ausbilden

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27. Februar 2020, 05:00 Uhr

Freiwillig hätten sie sich wohl nicht damit beschäftigt. Doch das neue Kindertagesförderungsgesetz habe sie praktisch dazu gezwungen, meint Dietrich Groth. „Es gab eine Satzung für unsere Kita aus dem Jahr 2004. Daran mussten wir jetzt Änderungen vornehmen, da die Elternbeiträge weggefallen sind. Das gab die Satzung bisher nicht her“, erklärt der Bürgermeister von Bandenitz. Die Gemeinde ebnet damit also ihrerseits offiziell den Weg für die „kostenfreie Kita“ und setzt gleichzeitig ein starkes Ausrufezeichen: „Ein wesentlicher Punkt ist, wir stehen zu unserer Kinderbetreuung und zu unseren Ganztags- und Halbtagsangeboten“, sagt Dietrich Groth. Das werde sich auch durch die Neufassung nicht ändern.

Ebenfalls nicht ändern werden sich die Schließzeiten der Kindertagesstätte „Zwergenland“. Wie gewohnt sind im Sommer drei Wochen geplant, in denen die Einrichtung geschlossen wird. Dazu kommen drei Tage im Jahr, die für Weiterbildungen des Personals verplant sind und an denen ebenfalls keine Betreuung angeboten werden kann. „Diesen Anspruch haben wir, dass unsere Erzieher gut ausgebildet und geschult sind. Den Eltern werden die Termine aber rechtzeitig mitgeteilt“, so der Bürgermeister, der ankündigt das Thema Ausbildung ausbauen zu wollen. „Wir haben eine größer werdende Kita, und wir haben den Wunsch, Kindergärtner selbst auszubilden.“

Die Gemeinde, so sieht es wohl nicht nur Dietrich Groth, hätte nämlich nicht nur die Aufgabe, die Kinder unterzubringen, sondern sie auch fachgerecht zu betreuen. „Die Kita ist eine Einrichtung der Gemeinde, deshalb haben wir die Idee Auszubildende einzustellen.“ Schon mit Beginn des neuen Ausbildungsjahres im Spätsommer könnte es soweit sein. Bewerbungen oder besser gesagt Anfrage habe es in der Vergangenheit bereits gegeben. Insofern rechnet die Gemeinde damit, ihre Idee tatsächlich auch umsetzen zu können.

Eine weitere Änderung wird das Essengeld betreffen, gibt der Bürgermeister bekannt. „Wir kochen in der Kita nicht selbst. Für das Essen ist ein externer Anbieter verantwortlich.“ Von diesem sei eine Preisanpassung angekündigt worden. Große Sprünge wie in Hagenow, wo sich der Preis für das Essen zuletzt verdoppelte, müssen Eltern im Einzugsbereich der Kita „Zwergenland“ aber nicht befürchten. Dort werden die Kosten für die Ganztagsverpflegung nur leicht auf 4,80 Euro pro Tag angehoben. Zuvor waren es 4,65 Euro, teilt das Amt Hagenow-Land mit. Der Preis für das Frühstück erhöhe sich dabei um fünf Cent, der für das Mittagessen um zehn Cent.

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