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Neue Legislaturperiode : Gemeinde Picher lehnt die Pläne des Landes ab

vom
Aus der Redaktion des Hagenower Kreisblatt

Gemeindevertretung spricht sich gegen Landesraumentwicklungskonzept aus / Erntefest in Vorbereitung

von
erstellt am 19.Aug.2014 | 17:20 Uhr

Die Gemeinde Picher lehnt den Entwurf des Landesraumentwicklungsprogramms ab, beschlossen die Mandatsträger auf der jüngsten Sitzung der Vertretung. Die Gemeinden in der Region sind aufgefordert, in diesen Tagen ihre Stellungnahme zu den Zukunftsplänen des Landes abzugeben. Auf der Sitzung des Amtsausschusses Hagenow Land Mitte September werden die Standpunkte aus den einzelnen Gemeinen, die nach den Worten von Alfred Matzmohr, dem leitenden Verwaltungsbeamten, durchaus sehr unterschiedlich sein können, ausführlich besprochen.

Der Bürgermeister von Picher, Detlef Christ, machte auf der jüngsten Zusammenkunft im Gemeindehaus auf das Entwicklungsprogramm aufmerksam. „Wir haben die Möglichkeit, unseren Standpunkt zu äußern, bevor das Programm im Landtag zur Abstimmung kommt“, sagt er und nennt die für die Gemeinde relevanten Punkte: „Die festgeschrieben Grundsätze im Programm wirken sich wie folgt auf die Planungen in den Gemeinden aus. Keine, bzw. Reduzierung der Ausweisung von Wohnungsbaugebieten und von Gewerbegebieten. Es wird für uns also schwierig, ein Bebauungsgebiet zu schaffen. Erschwerte Ausreichung von Fördermitteln. Wir dürfen davon ausgehen, dass der Solidarbeitrag im Jahr 2019 gekürzt oder gestrichen wird, und uns dann Finanzmittel fehlen werden“, betonte er.

„Wenn ich mir das Landesraumentwicklungsprogramm ansehen, heißt das für mich, dass sich Picher abschafft. Deshalb bin ich dagegen. Wenn ich mir in diesem Entwurf die Landkarten ansehen, sind wir dort gar nicht mehr zu finden. Aber wir haben doch schon noch das Interesse, ein Baugebiet auszuweisen. Unsere Gemeinde liegt an einer wichtigen Stelle zwischen Ludwigslust und Hagenow. Picher bietet durch unser Engagement alles, was man sich im ländlichen Bereich vorstellen kann, was die anderen Gemeinden nicht mehr haben. Wir können nicht dafür sein, dass wir für unsere weitere Entwicklung keine Fördermittel mehr bekommen“, sagt Gemeindevertreter Gerhard Klinckmann.

Seine Meinung teilen die anderen Mandatsträger und stimmten einstimmig gegen das Entwicklungskonzept des Landes.

Detlef Christ informierte die Gemeindevertreter zudem über Gebührenaußenstände für das Klärwerk in Höhe von 13 000 Euro. „Das sind Grundstückseigentümer in der Gemeinde, die die Gebühren für ihr Abwasser nicht entrichten. Wir gehen, soweit wir rechtlich können, dagegen vor. Der größte Schuldner liegt bei 8000 Euro“, erklärt der Bürgermeister, der zudem darauf aufmerksam macht, dass er unter Umständen entgegenkommend sein kann. „Wenn ich die Finanznot glaubhaft bei den Schuldnern erkennen, können wir auch über Stundungen reden“, macht er deutlich. Die Gemeinde wird sich weitere Schritte vorbehalten.

In einem weiteren Punkt informierte Bürgermeister Detlef Christ an die Vorbereitung des diesjährigen Erntefestes, das am 13. September nach Picher einladen soll, und das gegenwärtig vorbereitet wird. Er fordert alle Bürger auf, sich mit in die Vorbereitung und Durchführung des Festes mit einzubringen.

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