Bauen in Wittenburg : Geldspritze für die Große Straße

Nach der Scheckübergabe auf Erkundungstour: Amtsvorsteher Hartwig Kolthoff, Bürgervorsteherin Sybill Moß, Bauminister Christian und Pegel und Bürgermeisterin Margret Seemann (v.l.).
Nach der Scheckübergabe auf Erkundungstour: Amtsvorsteher Hartwig Kolthoff, Bürgervorsteherin Sybill Moß, Bauminister Christian und Pegel und Bürgermeisterin Margret Seemann (v.l.).

Dank jetzt bewilligter EU-Mittel kann sich Wittenburg an die Umgestaltung des Eingangstores zur Altstadt machen.

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08. März 2018, 05:00 Uhr

Auf Lorenz Caffier folgte gestern Christian Pegel mit seinem Auftritt als „Geldbote“ in Wittenburg. Der SPD-Politiker war als Bauminister gekommen und hatte 310 000 Euro im Gepäck. Damit kann Wittenburg an einer der wichtigsten Stellen des Innenstadtbereiches loslegen. Es geht um den Kreuzungsbereich Große Straße/Bürgermeister-Ahrens-Ring/Vor dem Steintor/Lindenstraße/ Bahnhofstraße – quasi das Einfallstor. Hier soll vieles saniert und neu gestaltet werden. Von der Straßenoberfläche einschließlich der Entwässerung bishin zur Beleuchtung auf LED-Basis. Im Rahmen der Baumaßnahme werden auch die Flächen für den ruhenden Verkehr erweitert, Bänke aufgestellt und Bäume gepflanzt. All das soll nach den Planungen 483 000 Euro kosten, die Stadt hat ihren Eigenanteil längst eingepreist. Die ganze Sache ist soweit vorbereitet, dass nach entsprechenden Ausschreibungen vielleicht schon im Mai mit den Arbeiten begonnen werden kann.

Die Mittel, die der Bauminister gestern persönlich im Rathaus übergab, kommen von der Europäischen Union, konkret aus dem „Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums“ (ELER). Möglich war das nur, weil die Stadt in dem Fall vorausschauend geplant hatte. Dennoch sind trotz der komplizierten Antragstellung gerade in diesem Programm noch Mittel vorrätig. Das ändert sich gerade, weil auch viele Städte und Kommunen in den alten Ländern diesen Topf für sich entdeckt haben.

Wittenburg kann nun mit überschaubaren eigenen Einsatz einen Bereich angehen, der optisch zu den schäbigsten der Stadt gehört. Offiziell ist es der letzte Bauabschnitt in der Großen Straße, eigentlich geht es jedoch um den gesamten Kreuzungsbereich.

Ganz vorn an steht dabei die Frage der Entwässerung. Nicht erst seit den Hochwasserlagen vergangener Jahre weiß die Stadt, dass sie das Thema umfassend angehen muss. Zusätzlich gibt es in der Frage auch verbindliche Auflagen vom Landkreis.

Schon jetzt ist klar, dass es während der Bauarbeiten erhebliche Behinderungen geben wird. Und auch hier gibt es die Angst, dass man nach den Ausschreibungen mit den bis jetzt geplanten Baukosten nicht hinkommen wird. Minister Pegel mahnte gestern nicht umsonst zur Eile, schließlich müsse das Geld in diesem Jahr auch noch ausgegeben werden.

Die Verwaltungsspitze von Amt und Stadt nutzte die gestrige Gelegenheit des Besuches, um Christian Pegel noch einmal die Nöte bei der Sanierung vieler Häuser in der Wittenburger Innenstadt nahe zu bringen. Gerade tut sich etwas auf dem Wittenburger Markt, doch es gibt noch sehr viele Stellen auch in der Großen Straße, die von Verfall künden. Und formal ist Wittenburg aus dem bisher so segensreichen Städtebauförderprogramm heraus. Das kann auch der Schweriner Minister nicht ändern. Wenn es sich jedoch um mehrere Objekte handele, gäbe es sicher Möglichkeiten, auch noch einmal mit dem Bund über Zuschüsse zu reden.

Pegel nahm gestern auf Nachfrage Diskussionen über Straßenausbausatzungen auch in Wittenburg zur Kenntnis. Er persönlich glaube nicht an eine komplette Abschaffung. Vielmehr sei es wichtig, die Betroffenen frühzeitig in etwaige Planungen und Kostenschätzungen einzubinden, um so eventuellen Gerüchten keinen Raum zu geben.

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