Picher : Geldautomat in Picher gesprengt

Gestern früh nahmen die Ermittler der Kripo Schwerin am Tatort in der Raiffeisenfiliale in Picher ihre Arbeit auf.
Gestern früh nahmen die Ermittler der Kripo Schwerin am Tatort in der Raiffeisenfiliale in Picher ihre Arbeit auf.

Unbekannte versuchten den Auszahlungsautomaten der Raiffeisenbank-Filiale mit einem Gasgemisch zu öffnen.

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14. März 2018, 17:35 Uhr

Gegen 4.30 Uhr meldete sich am Mittwochmorgen ein Zeuge bei der Polizei, dass etwas in der örtlichen SB-Geschäftsstelle der Raiffeisenbank e.G. Büchen, Crivitz, Hagenow, Plate nicht in Ordnung sei. Nach Informationen des Polizeipräsidiums in Rostock sei „ein Angriff auf den dortigen Geldautomaten erfolgt“. Eine Sprecherin sagte weiter, dass Unbekannte den Automaten in der Nacht zu Mittwoch in Picher mithilfe eines Gasgemisches gesprengt haben sollen. Die Täter haben sich gewaltsam Zutritt zu dem Vorraum der Bank verschafft, in dem der Automat stand.

Die Ermittlungsarbeiten der Kripo vor Ort dauerten bis Mittag an. Die Untersuchungen werden nach ihren Worten ergeben, wie die Täter dort vorgegangen sind. Wann die Unbekannten in die Filiale eingedrungen sind, lässt sich auch noch nicht sagen. Denn zum Geschäftsschluss des dortigen Friseurladens am Dienstag um 18 Uhr, der sich ebenfalls im Gebäude befindet, sei noch alles in Ordnung gewesen.

In der SB-Geschäftsstelle der Bank befinden sich nach Informationen des Prokuristen der Bank, Matthias Schmidt, ein Geldausgabe- und ein Überweisungs-Terminal. Auch der Prokurist hielt sich bedeckt mit Aussagen zum Vorgehen der Täter und zur Schadenshöhe. Er bestätigte, dass der Auszahlungsautomat nicht mehr funktioniere. „Die Täter haben versucht, an das Geld mit unschönen Mitteln zu kommen“, so Schmidt. Wie viel Geld im Automaten war und ob die Unbekannten an das Geld kamen, dazu wollte er in Absprache mit der Polizei nichts sagen. „Sehr wahrscheinlich ist der Automat längere Zeit nicht benutzbar. Der Automat ist defekt und die Geschäftsstelle ist beschädigt“, so Schmidt weiter, der im SVZ-Gespräch bestätigt, dass das Gerät vor Ort den erforderlichen Bestimmungen entsprach.

Die Raiffeisenbank will am Standort festhalten, die Gemeinde als Vermieter ist nun gefragt, die erforderlichen Maßnahmen in die Wege zu leiten. Nach Informationen von Bürgermeister Detlef Christ hatte die Raiffeisenbank dort zunächst eine Geschäftsstelle, die inzwischen zu einer SB-Geschäftsstelle mit Automatenbetrieb umgewandelt wurde.

In der Vergangenheit gab es in der Geschäftsstelle schon zwei Versuche, an das Geld der Bank zu kommen. Vor Jahren, so erinnert sich Detlef Christ, habe es einen Überfall am Schalter mit Schusswaffengebrauch gegeben. Die Mitarbeiterin konnte sich damals schützen. Jahre später hatten ebenfalls Unbekannte versucht, mit Hilfe eines Traktors den Automaten aus der Verankerung zu ziehen, was misslang. Für die Gemeinde sei der Standort nach den Worten von Christ wichtig, weil dort Privat- und Geschäftsleute ihre Bankgeschäfte abwickeln.

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