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Versuchter Raub in Vellahn : Geldautomat aus Tanke gerissen

vom
Aus der Redaktion des Hagenower Kreisblatt

Weißrotes Polizei-Flatterband sperrte am Morgen das Tankstellengelände in Vellahn ab. Dennoch verschafften sich Unbelehrbare Zugang.

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erstellt am 12.Feb.2015 | 14:36 Uhr

Autofahrer, die am Donnerstagmorgen wie gewohnt die Tanke in Vellahn ansteuern wollten, mussten unverrichteter Dinge wieder umkehren. Rotweißes Absperrflatterband der Polizei verhinderte  die Einkehr. Und das hatten sie dreisten Räubern zu verdanken. Die hatten nämlich gegen 3.20 Uhr  gewaltsam den in der Filiale installierten Geldautomaten mit einem weißen Transporter und einem Gurt aus seiner Verankerung gerissen, um ihn abzutransportieren. Mehrere Anwohner waren  durch die Auslösung der Alarmanlage der Tankstelle aus dem Schlaf gerissen worden und hatten  die Polizei verständigt.  Ohne an den Inhalt des Automaten zu gelangen,  so das Polizeipräsidium Rostock, flüchteten die unbekannten Täter in einem dunklen Pkw mit hoher Geschwindigkeit in Richtung Dorfzentrum.  

Zurück ließen sie nicht nur das ursprüngliche Fluchtfahrzeug, an dem sich gestohlene Kennzeichen aus Schleswig-Holstein befinden, sondern auch den EC-Automaten. Sie hinterließen einen immensen Sachschaden. Dem Beobachter bot sich gestern früh ein  schockierendes Bild, so, als hätte eine Sprengung stattgefunden.

Ermittlungs-Beamte der Kriminalinspektion Schwerin inspizierten gestern den Tatort und sicherten die vorgefundenen Spuren. Dass sie zwischendurch sogar Schaulustige wegjagen mussten, ist fast nicht zu glauben.

Vellahn ist aber offensichtlich kein Einzelfall.  In Brahlstorf bei Vellahn hatten  Täter im Februar 2013  einen Zigarettenautomaten gesprengt. Die gewaltbereiten Diebe stahlen anschließend aus dem völlig zerstörten Automaten Münzgeld und Zigaretten in unbekannter Menge. Die Höhe des Gesamtschadens war jedenfalls  erheblich.

Die Polizei ging damals davon   aus, dass die unbekannten Straftäter ein Gasgemisch in den vor der Gaststätte des Ortes aufgestellten Zigarettenautomat eingeleitet und es dann zur Explosion gebracht hatten.  Anwohner, die die Tat bei der Polizei anzeigten, hatten am frühen Morgen gegen 0.30 Uhr einen lauten Knall wahrgenommen. Offenbar war dies auch der Tatzeitpunkt.

Nicht nur hierzulande und im Brandenburgischen häufen sich  offensichtlich die Fälle.  Aus  ganz Deutschland wird ähnliches gemeldet.  Auffällig ist bei all diesen Vorfällen, dass die Täter nicht gerade zimperlich sind, was ihre  Vorgehensweise betrifft. Mit Motorkraft und dicken Seilen reißen sie die Automaten rabiat aus den Fundamenten, schleifen sie ins Freie. Die Tatorte selbst sehen hinterher aus, als hätte eine große Explosion stattgefunden. Dicke Glasscheiben gehen zu Bruch und die hinterlassenen Schäden sind oftmals höher als die Beute.

Geldautomaten im Visier von Kriminellen:

Diebe im Havelland erfolgreich

Unbekannte haben aus einem Erlebnishof in Elstal (Havelland) am 8. Februar einen Geldautomaten gestohlen. Wie die Polizei mitteilte, brachen die Diebe am Sonntagabend in einen Laden ein und rissen das Gerät aus seiner Verankerung. Danach hievten sie es in einen Wagen und verschwanden. Eine Fahndung mit Fährtenhunden und einem Hubschrauber blieb erfolglos.

Gerät in der Prignitz gesprengt

Laut  Polizeiangaben wurde am  Montag, dem 5. Januar, ein Geldautomat in der Prignitz gesprengt: Unbekannte haben in der Nacht zu besagtem  Montag einen Geldautomaten in Berge (Prignitz) aufgesprengt. Die Täter konnten flüchten, wie die Polizei in Potsdam mitteilte. Ob sie tatsächlich Geld erbeuteten, war damals noch unklar.

Täter scheitern beim Aufbruch des Tresors

Vermummte haben sich in der Nacht auf Mittwoch,  4. Februar, erfolglos an einem Geldautomaten in Ottersberg (Landkreis Verden) zu schaffen gemacht. Nach Polizeiangaben  klebten  die beiden Unbekannten  zwei Überwachungskameras ab und versuchten  den Automaten aufzuhebeln. Als dies misslang, widmeten sie sich  dem Kontoauszugsdrucker und brachen ihn auf.

Dumm gelaufen: Schweißarbeiten lösten Alarm aus

Am 1. Dezember letzten Jahres  gegen  0.55 Uhr  nahmen in  Hamburg-Bergstedt, Volksdorfer Damm,  Beamte des Polizeikommissariates 35  zwei Polen im Alter von 25 und 27 Jahren vorläufig fest. Sie hatten versucht, mit einem Gasschweißgerät einen Geldautomaten aufzubrennen. Durch die Schweißarbeiten wurde jedoch der Alarm ausgelöst.

Rumänen manipulieren Technik

Tatort Hamburg-Altstadt, Glockengießerwall:  Zivilfahnder des Polizeikommissariates 14 nehmen am 14. Oktober 2014 zwei 33 und 34 Jahre alte Rumänen wegen des Verdachts des Betruges vorläufig fest. Die Fahnder beobachteten, wie die beiden Tatverdächtigen den Bankvorraum betraten, etwas am Geldautomaten befestigten und ihn  wieder verließen.

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