Hagenow : Gegenüber Fremden heißt es: Wachsam sein

Uwe Mathews ist Revierleiter in Hagenow.
Uwe Mathews ist Revierleiter in Hagenow.

Keine persönlichen Daten leichtfertig preisgeben

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23. Februar 2014, 10:37 Uhr

Fremden sollte man zu Hause stets mit einem angemessenen Maß an Wachsamkeit begegnen, sagt Uwe Mathews. Der Leiter des Hagenower Polizeireviers macht dabei keinen Unterschied, ob die unangemeldeten Besucher plötzlich am Telefon oder vor der Haustür auftauchen. Der Erste Polizeihauptkommissar appelliert an die Bürger, in beiden Fällen wachsam zu sein. 00386494, rund 60 Frauen und Männer meldeten sich in den letzten Tagen im Revier in Hagenow und gaben an, von dieser Nummer angerufen worden zu sein. Auch hier heißt es, nicht arglos und leichtfertig persönliche Daten preiszugeben, erklärt Uwe Mathews. Die Polizei würde derzeit davon ausgehen, dass die Anrufe mit der Vorwahl aus Slowenien möglicherweise aus einem Callcenter kommen, wisse diese aber noch nicht genau einzuordnen. Wer auflegt, macht da sicherlich keinen Fehler, empfiehlt der Revierleiter und macht in diesem Zusammenhang auf einen weiteren Fall aufmerksam, bei dem die Gefahr besteht, über den Tisch gezogen zu werden.

In Boddin, so erfuhr die Polizei, klingeln vermutlich rumänische Personen an den Türen, geben an, Opfer des Hochwassers 2013 zu sein und bitten um Unterstützung. Wie bei allen Versuchen von Haustürgeschäften gelte auch hier, nichts geben und nichts unterschreiben, sondern sich das Aussehen der betreffenden Personen und eventuell auch das Kennzeichen von Fahrzeugen, mit denen sie gegebenenfalls unterwegs sind, gut einprägen und zeitnah die Polizei einschalten, sagt der Revierleiter. Spendenaktionen würden im Vorfeld angekündigt. Außerdem könnten sich die Sammler mit entsprechenden Dokumenten legitimieren.

Eindringlich warnt Uwe Mathews davor, die Bitte nach Dieselkraftstoff zu erfüllen, wie sie jetzt wieder an der B 321 im Bereich Pampow/Warsow geäußert wurde. Andere nennen das aufdringliches Betteln, das aus mehreren Gründen gegen das Gesetz verstößt und daher unangenehme Folgen nach sich ziehen kann. Unberechtigtes Anhalten von Fahrzeugen erfüllt laut Paragraf 315 Strafgesetzbuch (StGB) den Tatbestand des gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr. Kraftfahrer, die tatsächlich Diesel abzapfen, bewegen sich auf dünnem Eis. Handelt es sich nicht um ihren Tank bzw. Fahrzeug, verschenken sie fremdes Eigentum, etwa das einer Spedition. Uwe Mathews kennt Fälle, die mit der Entlassung des Mitarbeiters endeten.

Es ist Wild unterwegs, appelliert der Revierleiter zum wiederholten Mal an die Aufmerksamkeit jeglicher Kraftfahrer besonders in der Dunkelheit in waldreichen Gegenden. Den aktuellen Anlass liefert die Statistik. In der vergangenen Woche kam es innerhalb des Zuständigkeitsbereiches des Hagenower Polizeireviers zu 16 Verkehrsunfällen, neun davon mit Wildbeteiligung. „Unfallgegner“ waren Schwarzkittel, Rehwild und Hasen.

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