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Radtour für Menschenrechte : Gegen die „braunen Flecken“

vom
Aus der Redaktion des Hagenower Kreisblatt

Die Radtour für Menschenrechte macht Station in Lübtheen. Auch Amnesty International ist zu Gast in der Lindenstadt.

Am Sonntag wird es bunt in der Lindenstadt - und zwar mit Bedacht. Denn die Farbwahl der bunten Truppe von Amnesty International soll gerade für Lübtheen ein Fingerzeig sein. „Gegen die braunen Flecken“ in der Region ist eine der Intentionen, warum die Tour für Menschenrechte in Lübtheen Halt macht. „Viele Menschen in Deutschland kennen Lübtheen nur aus Presseberichten und damit den schlechten Ruf, der Lübtheen durch die NPD anhaftet“, sagt Bürgermeisterin Ute Lindenau. Mit der Tour der Menschenrechte wollen die Anhänger von Amnesty International nun auch in der Lindenstadt ein Zeichen setzen. Für Demokratie und ein soziales Miteinander. So beginnt die Tour der Radler diesmal wieder in Schwerin und endet in Hannover. Die Teilnehmer jedoch kommen aus der gesamten Bundesrepublik. „Aus Baden Württemberg, aus Sachsen, Sachsen-Anhalt oder Niedersachsen - unsere Truppe ist bunt gemischt“ sagt Ronald Klinger, der selbst mit in die Pedale tritt.

Gemeinsam mit dem Bürgerbündnis „Wir für Lübtheen“ wird es am Montag noch einen Infostand am Einkaufszentrum geben. „Damit man merkt, dass Lübtheen nicht das braune Nest ist, sondern das hier vornehmlich ganz normal denkende Lübtheener Bürger leben“, sagt Ute Lindenau, die mit dafür gesorgt hat, dass die große Truppe der Radfahrer in der Oldag-Halle übernachten kann.

Die Ankunft der Pedalritter ist für den Sonntagnachmittag gegen 16 Uhr erwartet. Schon dann wird es zu einem ersten Austausch mit der Bürgerinitiative kommen. „Ich würde mich natürlich sehr freuen, wenn viele Lübtheener mit mir die Ankunft der Fahrer begleiten. Wir müssen immer weiter Zeichen setzen für eine tolle Kultur in unserer Stadt“, sagt Lindenau.

Die Gruppe Schwerin der Menschenrechtsorganisation Amnesty International hatte Gäste und Mitglieder zur Radtour für die Menschenrechte eingeladen, um die Öffentlichkeit auf schwere Menschenrechtsverletzungen aufmerksam zu machen und für die weltweite Arbeit von Amnesty zu werben. Die hiesige Tradition der Menschenrechtsradtouren
geht auf die seit 20 Jahren allsommerlich organisierten Touren zurück. Die Touren führten quer durch Deutschland, auch nach Brüssel, durch Tschechien und Österreich. Die Tagesetappen bewegen sich zwischen 25 und 50 Kilometer, damit auch Ungeübte mitradeln können. Zum Transport des Infomaterials und für Notfälle steht ein Begleitfahrzeug zur Verfügung.

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