Wittenburg: Polizei stoppte Fahrerin in völlig zugefrorenem Fahrzeug : Gefährlicher Blindflug am Morgen

<strong>Mit dieser zugefrorenen</strong> Frontscheibe machte sich eine Fahrzeugführerin gestern Früh auf den Weg. Die Polizei zog das Fahrzeug aus dem Verkehr.<foto>Polizei</foto>
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Mit dieser zugefrorenen Frontscheibe machte sich eine Fahrzeugführerin gestern Früh auf den Weg. Die Polizei zog das Fahrzeug aus dem Verkehr.Polizei

Eine junge Frau aus Wittenburg hat gestern Früh sich und ihr Kleinkind unnötig in Gefahr gebracht. Die Frau war mit einem komplett zugefrorenen Golf zum Kindergarten unterwegs. Sehen konnte sie dabei so gut wie nichts.

svz.de von
23. Januar 2013, 07:25 Uhr

Wittenburg | Eine junge Frau aus Wittenburg hat gestern Früh sich und ihr Kleinkind völlig unnötig in Gefahr gebracht. Die Frau war mit einem komplett zugefrorenen Golf unterwegs, um ihr Kind zum Kindergarten zu bringen. "Die Frau konnte aus dem Auto heraus ihre Umgebung wirklich nur erahnen, sehen konnte sie so gut wie nichts. Das ist mehr als leichtsinnig", erklärte Hagenows Revierleiter Uwe Mathews gestern dazu. Das Problem, die Scheiben des Fahrzeugs waren auch innen zugefrorenen. Äußerlichess Freikratzen der Scheiben brachte in dem Fall gar nichts. Die Beamten stoppten das Fahrzeug in der Nähe des Südrings und ließen die Frau erst dann weiter fahren als das Auto komplett aufgetaut und die Scheiben frei waren. Zusätzlich muss die Fahrerin ein Verwarngeld zahlen.

Und sie war nicht die einzige, die offenbar keine Zeit für freie Sicht beim Fahren eingeplant hatte. Im Rahmen der kreisweiten Kontrolle wurden allein in Wittenburg drei weitere Fahrer erwischt, die mit viel zu wenig Sicht im Straßenverkehr unterwegs waren und von der Polizei angehalten werden mussten . Mathews: "Auch wenn es noch so banal klingt, da muss man am Morgen eben etwas mehr Zeit einplanen bei dieser Witterung, damit die Fahrt nicht zum Blindflug wird."

Logische Folge: In den kommenden Tagen will die Polizei die Kontrollen ausweiten. Schwerpunkt werden neben der Sicht auch die Beleuchtung und die Ladungssicherung sein.

Auch für diesen Bereich gab es gestern einen kuriosen Fall. So wurde ein Handwerker in seinem Pkw erwischt, der im Innenraum seines Fahrzeuges etliche Fliesen gestapelt hatte, völlig ungesichert. Im Falle einer Vollbremsung hätte sich die Ladung als gefährliche Falle entpuppen können. Der Mann, der sicherlich auch die Last der Fliesen im Auto besser verteilen wollte, musste umladen.

Für die Kontrolle wurden gestern Beamte aus dem gesamten Hagenower Revier zusammengezogen.

Insgesamt, so fiel die Bilanz am gestrigen Nachmittag aus, gab es zehn Verwarngelder. u. a. wegen fehlenden Führerscheins oder Mängel an der Beleuchtung. Bereits heute sollen nach SVZ-Informationen die Kontrollen im Kreisgebiet fortgesetzt werden. Absoluter Schwerpunkt seit gestern: freie Sicht in diesen Frosttagen.

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