Regen behindert Straßenbau : Geduldsprobe für Tessiner: Wann ist die Straße fertig?

Sand, Schlamm, Kopfsteinpflaster und offene Baustellen - in Tessin ist das Autofahren derzeit für Anwohner und Besucher eine Qual.
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Sand, Schlamm, Kopfsteinpflaster und offene Baustellen - in Tessin ist das Autofahren derzeit für Anwohner und Besucher eine Qual.

Oberflächenentwässerung behindert seit Monaten den Bau der Ortsdurchfahrt / Anwohner genervt

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27. September 2017, 12:00 Uhr

„Das ist doch kein Zustand. Seit Monaten müssen wir andersherum ins Dorf fahren, weil die Straße einfach nicht fertig wird“, sagt Elisabeth Bauer aus Tessin in der Gemeinde Wittendörp. Und eigentlich ist es noch viel schlimmer. Denn der tatsächliche Straßenbau hat noch nicht einmal richtig begonnen. Das, was die Sanierung der Fahrbahn aufhält, ist ein ganz anderer Grund. „Die Oberflächenentwässerung macht uns seit langer Zeit einen Strich durch die Rechnung“, sagt Bürgermeister Bernd Ankele.

Das Wasser will einfach nicht weg. Und ehe der Untergrund nicht fest und trocken genug ist, könne eben keine Straße saniert werden. So müssen die Anwohner derzeit mit den vielen kleinen Baustellen, Absperrungen und Einschränkungen leben - eine Geduldsprobe. Warum das Wasser nicht verschwindet, bleibt zum Teil die große Frage. So sollen Anwohner in der Region auch noch Regenwasser in Teichen vorhalten, heißt es von Nachbarn. Ob das jedoch der tatsächliche Grund sei, lässt sich nur spekulieren. Klar hingegen ist, dass der Straßenbau noch in diesem Jahr hätte beginnen müssen, wenn man an die entsprechenden Fördertöpfe wolle. „Wir hätten eine schnelle Entscheidung gebraucht. Die Zeit drängte. Und dass die Tessiner mit der Situation nicht zufrieden sein können, liegt ja auf der Hand. Wer will schon ständig Baustellen vor der Nase haben“, so der Bürgermeister.

Eine genaue Prognose, wann denn nun endlich begonnen werden könne und vor allem, wann ein Ende in Sicht wäre, gibt es noch nicht. So müssen sich die Tessiner im ungünstigsten Fall noch monatelang an Warnbaken vorbeischlängeln, im Slalom über Hoppelpflaster kurven oder eben wie Elisabeth Bauer gleich von der anderen Seite ins Dorf fahren. Wer jedoch mittendrin wohnt, hat den schwarzen Peter.

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