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Wittenburg : Gastro-Azubis schwitzen in Skihalle

vom
Aus der Redaktion des Hagenower Kreisblatt

27 Teilnehmer nehmen noch heute an der 22. Landesjugendmeisterschaft in den gastgewerblichen Ausbildungsberufen im Alpincenter teil

Hechtfilet, Rinderbrühe, Putenbrustfilet und Sauerkirschen – das sind einige der Zutaten, die Clemens Schumann (23) heute ab 6.45 Uhr für ein Vier-Gang-Menü für zehn Personen zubereitet.

Der Koch-Lehrling im Hotel Neptun ist einer von neun Koch-Azubis, die gestern und heute an der 22. Landesjugendmeisterschaft in den gastwerblichen Ausbildungsberufen teilnehmen. Der Wettbewerb findet im Wittenburger Alpincenter statt. Er wird von der Dehoga sowie den drei Kammerbezirken der IHK, Rostock, Schwerin und Neubrandenburg, ausgerichtet. Die 27 Teilnehmer stammen aus gastronomischen Einrichtungen aus ganz Mecklenburg-Vorpommern. Die Gewinner in den drei Bereichen fahren im Herbst zur Bundesjugendmeisterschaft nach Bonn.

„Wird die geräucherte Putenbrust im Stück sein“, fragt „Köchin“ Elke Nüstedt den Juryleiter Frank Brandes. Der 45-Jährige, der eigentlich als Fachlehrer in der Beruflichen Schule in Bad Doberan arbeitet, gibt den Teilnehmern im Vorfeld wertvolle Hinweise zu den vorhandenen Waren. „Sie müssen bei der Zubereitung die Menü-Regeln einhalten, sollten beispielsweise bei hellem Fleisch die Soße möglichst nur mit Weißwein zubereiten“, erläutert Brandes. Auch der Arbeitsplatz sollte bei der Zubereitung, die vom Kartoffel schälen bis zum „Klären“ einer Suppe viele Arbeitsschritte umfasst, sauber gehalten werden, nennt der Juryleiter einen weiteren Kritikpunkt. Die Teilnehmer im Bereich Restaurantfachfrau/- mann hatten gestern bereits einen Großteil der Aufgaben absolviert. Neben dem Theorieteil, den alle Teilnehmer für ihren Bereich bereits am Vormittag hinter sich gebracht hatten, mussten sie zudem eine Forelle filetieren sowie eine Hähnchenbrust tranchieren. „Wir achten unter anderem auf die Handhabung des Tranchierbesteckes, denn es muss speziell angefasst werden“, nennt Jury-Mitglied Andrea Lehmann ein Kriterium bei den künftigen Restaurantfachfrauen und -männern. Philipp Schiffer ist bei dieser Aufgabe sehr konzentriert, richtet die Hähnchenbrust-Stücke auf einem Teller an. „Für mich ist es eine Herausforderung, die Aufgaben hier zu meistern und möglicherweise die Meisterschaft auch zu gewinnen“, sagt der 23-Jährige, der im Wismarer Restaurant-Café „Schwedenwache“ ausgebildet wird. Philipp Schiffer lernt dort im zweiten Jahr und hat bereits im Vorfeld der Ausscheide im jeweiligen Kammerbezirk verschiedene Themen wie den Weinservice oder das Filetieren geübt. „Das ist mein Beruf und dafür interessiere ich mich“, sagt der ehrgeizige Teilnehmer. „Die, die hier sind, die wollen auch, die stellen sich jeder Herausforderung“, bestätigt auch Jury-Mitglied Andrea Lehmann. Zudem könne der, der sich für diesen Wettstreit qualifiziert, keine bessere Prüfungsvorbereitung erhalten, fügt sie hinzu. Die Teilnehmer im Hotelfachbereich „schwitzen“ derweil über eine Menü-Karte. Sie sollen ein Vier-Gang-Menü zu Ostern entwickeln. Ein spezielles Marketing-Konzept soll in einer anderen Aufgabe erstellt werden. Maike Elisabeth Senge stellt derweil einen Blumenstrauß für eine frühlingshaft-österliche Tisch-Gestaltung zusammen. „Es ist nicht alltäglich, dass wir an dieser Meisterschaft teilnehmen, nicht jeder hat die Chance dazu“, sagt die Auszubildende im Radisson Blu Resort Schloss Fleesensee. Heute müssen sie sowie die anderen Teilnehmer weitere Aufgaben meistern.

 

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erstellt am 09.Apr.2014 | 19:38 Uhr

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