Hagenow : Gartenlauben im Visier der Diebe

Tatort Gartenlaube: In der dunklen Jahreszeit passiert ein Einbruchdiebstahl in der Region leider mehrmals wöchentlich.
Tatort Gartenlaube: In der dunklen Jahreszeit passiert ein Einbruchdiebstahl in der Region leider mehrmals wöchentlich.

Polizei warnt in der dunkleren Jahreszeit vor Einbrechern. Wertsachen sollten nach der Saison aus den Wochenend-Wohnsitzen entfernt werden

svz.de von
26. September 2017, 05:00 Uhr

Dunkle Gestalten schleichen sich jetzt am Abend wieder häufiger durch die ebenso dunklen Gassen der Gartenkolonien der Region. „Einbrecher und Diebe sind jetzt wieder vermehrt unterwegs. Wir  haben schon erste Meldungen von Laubenbesitzern aus Wittenburg erhalten. Das wird in den nächsten Wochen erfahrungsgemäß zunehmen“, sagt Hagenows Revierleiter Uwe Mathews. Abgesehen haben es die Langfinger zumeist auf technische Geräte wie Flachbildfernseher, Smartphones, Laptops oder Tablets. Alles, womit sich schnell Geld machen lasse. Doch teilweise gehe es nicht nur um Diebstahl, lässt die Polizei wissen.

„Wir haben oft genug erlebt, dass sich vorwiegend Männer auch ihre Schlafplätze in fremden Lauben suchen. Und natürlich ist sehr oft Alkohol im Spiel, wenn es auf Tour geht“, so Mathews. Die Vergangenheit habe gezeigt, dass es zum Teil sogar besser war, nach der Gartensaison die Tür nicht zu verschließen und vorher alle Wertgegenstände zu entfernen. So spare man sich manchmal die Kosten für die aufgebrochene Tür oder das eingeschlagene Fenster. Außerdem sei das für Einbrecher auch ein Zeichen: hier ist wohl nichts zu holen.

Eines jedoch wollten die Polizeibeamten beim Thema Einbruch in Gartenlauben unbedingt erwähnt haben. „Wer Verdächtige sieht oder weiß, dass es bereits Übergriffe auf fremdes Eigentum gab, soll sich unbedingt bei uns melden. Erfolge spornen Diebe leider manchmal zu Serien an und das wollen wir gemeinsam mit der Bevölkerung unbedingt verhindern“, so der erfahrene Beamte.

Und wenn es bereits zum Einbruch gekommen ist, gilt eine goldene Regel. Niemals den Tatort betreten und selbst nachschauen, was alles fehlen könnte. Die erste Reaktion müsse der Anruf bei der Polizei sein. Durch das eigene Eingreifen würden Spuren nämlich entweder verwischt oder gänzlich unverwertbar gemacht. Fingerabdrücke, Fußspuren, Textilfasern etc. Die Beamten kommen mit großem Erfahrungsschatz und detailliertem Wissen an solche Schauplätze und können schnell entscheidende Dinge sehen oder sogar wiedererkennen, wenn die Eigentümer nicht schon am Tatort „aufgeräumt“ hätten. Für Tipps und Hinweise melden sich Bürger der Region unter 03883 / 6310.

Kommentar des Autors: Sichern und versichern
Der Tipp, die Tür einfach offen stehen zu lassen, kann gut gehen. Aber er muss nicht klappen. Denn jede Versicherung wird fragen, ob denn die Tür abgeschlossen war. Und wenn dann wirklich etwas fehlt und ersetzt werden soll? Gartenlaubenbesitzer müssen schon gut abwägen, was ihnen wichtig ist und was aus dem Häuschen alles entfernt wird, bevor es „dunkel“ wird. Ist doch noch etwas zu „holen“, macht das Abschließen mit Versicherungsschutz wohl doch eher Sinn.
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