Hagenow : Gärten: Weg von strengen Regeln

Rundgang mit der Kommission des Regionalverbandes der Gartenfreunde in der Hagenower Anlage „Präsent 25“.
Rundgang mit der Kommission des Regionalverbandes der Gartenfreunde in der Hagenower Anlage „Präsent 25“.

Regionalverband startete seine diesjährigen Gartenbegehungen / Leerstände in den Anlagen halten sich noch in Grenzen

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02. Juni 2015, 16:07 Uhr

So einmal aller drei Jahre ist jede Anlage dran, mit der Besichtigung, dem Rundgang vom Regionalverband der Gartenfreunde. Das klingt nach strenger Bewertung durch den übergeordneten Verband, es klingt nach dem Einsatz von Zollstock, nach Kritik am Vereinsleben. Weit gefehlt, es ist vielmehr ein fachkundiger Besuch unter Freunden, unter Gleichgesinnten.

An diesem Tag, an dem der SVZ-Reporter mitlaufen darf, ist die Hagenower Anlage „Präsent 25“ ganz früh dran. Dieter Böttcher, der Vorsitzende hier, hat nicht nur akustisch alles im Griff. Exakt 70 Gärten gibt es in der Anlage, die einst ein Geschenk zum Republikgeburtstag war und das auch noch im Namen trägt. Nur zwei Grundstücke werden derzeit nicht bewirtschaftet, ein sehr guter Wert. Da haben andere Kleingartenanlagen des Regionalverbandes Südwest-Mecklenburg schon mit größeren Problemen zu kämpfen. „Uns sterben die Gärtner einfach weg“, bekennt Hartmut Rollberg, er gehört als Alt Zachuner zur Kommission des Verbandes. Noch immer, so beklagt er, seien die Regeln des Bundesgesetzes viel zu streng. Das schreibt z. B. vor, dass ein Drittel des Gartens für Obst und Gemüseanbau vorzuhalten sind, ein Drittel könne Wiese sein, das andere Drittel wäre Datsche. „Wir brauchen dringend eine Lockerung der strengen Regeln, die überholt sind“, meint nicht nur Rollberg. Auch Dieter Böttcher unterstützt das oder Ingeborg Schönhoff, die gute Seele des Verbandes. Junge Leute hätten die Kleingärten schon länger für sich entdeckt, die Bio-Schiene sei im Kommen. Allerdings, da sind sich alle einig, ein Kleingarten müsse auch ein Garten bleiben und nicht zur Grillwiese verkommen. Doch noch ist nicht in Sicht, dass sich auf Bundesebene etwas ändert, die konservative Fraktion aus Süddeutschland ist sehr stark. Dort werde noch mit dem Zollstock nachgemessen, ob alle Bestimmungen mit Heckenhöhe usw. eingehalten werden.

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