Nahe Wittenburg : Funkenflug sorgt für Ackerbrand

Nachdem der Brand gelöscht worden war, wurde die beschädigte Fläche noch mit dem restlichen Wasser befeuchtet.
1 von 3
Nachdem der Brand gelöscht worden war, wurde die beschädigte Fläche noch mit dem restlichen Wasser befeuchtet.

svz.de von
21. Juli 2014, 17:03 Uhr

Schreckminuten am Nachmittag für die Mitarbeiter der „Sudenhof GmbH Radelübbe“: Als sie beim Mähen sind, bricht auf dem Weizenschlag beim Kirchenweg um 14.54 Uhr ein Feuer aus. Sofort wird die Feuerwehr in Gammelin alarmiert. „Wir hatten das Einsatzfahrzeug gerade  aus der Werkstatt  geholt und  waren gerade in unserem Feuerwehrhaus“, erinnert sich Einsatzleiter Andreas Wilhelm an diese „glücklichen“ Situation.  Sofort rücken er und weitere Blauröcke der Gammeliner Wehr mit dem MTW sowie dem Tragkraftspritzenfahrzeug mit Wasser aus. Auch die Wehren in Hülseburg und Bandenitz  werden alarmiert, rücken aus. Blauröcke aus Hagenow und Wittenburg werden ebenfalls angefordert.

Als Wehrleiter Andreas Wilhelm nur wenige Minuten nach der Alarmierung auf dem Feld eintrifft, sieht er das volle Ausmaß des Brandes: 18 Hektar vom Weizenschlag stehen in Brand. Für ihn ist das nicht verwunderlich, das  könne im Sommer schon einmal passieren. „Die  Mitarbeiter des Landwirtschaftsbetriebes hatten mit dem Löschen schon begonnen“, ergänzt Manfred Kebschull, Bürgermeister von Gammelin. Er  folgte den Wehrfahrzeugen, war sofort vor Ort. Glücklicherweise habe die Sudenhof GmbH 10 000 Liter Wasser  in Anhängern vor Ort für solche Notfälle zur Verfügung. „Das ist vorbildlich“, sagt Amtswehrführer Heinz-Egon Müller. Und auch Vorschrift, fügt Andreas Wilhelm hinzu. Der Einsatz geht derweil reibungslos voran. Die Gammeliner beginnen sofort mit dem Löschen, wenig später treffen auch die Hülseburger und Bandenitzer Wehren ein. Andreas Wilhelm koordiniert den Einsatz, weist nun auch den Wehren aus Hagenow und Wittenburg ihren Löschplatz zu. Insgesamt sind elf Fahrzeuge und 58 Kameraden an der Brandlöschung beteiligt. „Wir hatten sogar noch mehr nachgeordnet, aber die dann doch nicht mehr gebraucht“, erläutert Andreas Wilhelm. Mit vereinten Kräften bekommen sie das Feuer ziemlich schnell in den Griff. Bereits eine Stunde nachdem der Alarm ausgelöst worden war, ist die Fläche gelöscht.  „Das Feuer wurde vermutlich durch einen Steinschlag beim Mähen ausgelöst“, erläutert Manfred Kebschull. Dadurch sei es zum Funkenflug  gekommen.  In dem trockenen Getreide breitet sich das Feuer rasend schnell aus. „Es lief sogar gegen den Wind“, erläutert Kebschull.   Für Dietrich Groth von der Sudenhof GmbH ist gefasst nach dem Brand. „Es muss ja weiter gehen“, sagt Groth. Dann fährt er los, will seinen  Mitarbeitern Bescheid sagen, dass die Arbeit wieder aufgenommen wird.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen