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Trailer-Hochzeit in Lübtheen : Für Mitarbeiter ändert sich nichts

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Aus der Redaktion des Hagenower Kreisblatt

Trailer-Hochzeit von Brüggen und Krone in Lübtheen sorgt für Unruhe in Stadt/Gerüchte über Entlassungen seien falsch, so die Firma

svz.de von
erstellt am 10.Feb.2016 | 08:00 Uhr

Die jüngste Nachricht, dass die Fahrzeugwerk Bernard Krone GmbH und die Brüggen Fahrzeugwerke  künftig gemeinsam unter einem Dach als „Krone Nutzfahrzeug-Gruppe“ firmieren werden, lässt  neuerdings  in der Lindenstadt die Gerüchteküche brodeln.  Von möglichen Entlassungen und Umstrukturierungen wird seitdem hinter vorgehaltener Hand gemunkelt. Offen aussprechen will das in Lübtheen jedoch niemand.

„Das ist völliger Unsinn“, stellt Christian Saßmannshausen, der Geschäftsführer der Brüggen Fahrzeugwerk & Service GmbH im SVZ-Gespräch auf Anfrage klar. Und zitiert Dr. Bernard Krone, der als Geschäftsführender Gesellschafter der Krone-Gruppe gesagt habe, dass man mit der emsländischen Trailer-Hochzeit lediglich die Basis für weiteres internationales, nachhaltiges wie auch  profitables Wachstum in einem stetig härter werdenden Wettbewerbsumfeld schaffen wolle. Man werde  sich mit dieser Verschmelzung in der Nutzfahrzeugsparte neu aufstellen.

Krone und  Brüggen  bleiben bestehen

„Die Marken Krone, Brüggen und gigant bleiben unverändert bestehen, hat Bernard Krone bereits mehrfach betont. Und dass sich bezüglich dieser neuen Strukturen für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an allen Standorten nichts ändern werde.“ Die bereits seit über 30 Jahren bestehende  Partnerschaft, die scherzhaft auch als Verlobungsphase  zwischen Krone und Brüggen bezeichnet würde,  solle noch weiter intensiviert werden. „Zwischen beiden gab es immer schon offene Türen und eine sehr enge Zusammenarbeit auf der EDV-Schiene sowie im Bereich Auftragsinformationen“, erklärt der 53-Jährige weiter, der seit Mai 2013 den Posten in Lübtheen bekleidet.  Derzeit habe Brüggen  hier etwa 340 Mitarbeiter, plus Zeitarbeiter käme man gar auf 446. Davon seien 40 weiblich und insgesamt 21 Auszubildende. Zehn Mitarbeiter von Krone seien  bisher am Brüggen-Standort in der Geschwister-Scholl-Straße in einem technischen Büro beschäftigt.

Saßmannshausen: „Es wir weiterhin in unseren Standort investiert. Zum Jahresende 2015 haben wir beispielsweise eine neue Anlage im Bereich Schäume für die Paneelfertigung in Betrieb genommen. Das waren Investitionen im siebenstelligen Bereich. Und auch für 2016 sind weitere finanzielle Vorhaben  geplant, um den Standort sowie das neue Bündnis kontinuierlich zu stärken und auszubauen.“

Beide Standorte  nun langfristig gesichert

Dass in Herzlake und Lübtheen bereits  seit vielen Jahren erfolgreich in partnerschaftlicher Zusammenarbeit Krone-Wechselsysteme und Krone-Koffersattelauflieger der Baureihen Cool Liner und Dry Liner produziert würden, hebt  Bernd Brüggen desweiteren hervor, der sich zu dieser Verschmelzung veranlasst sah, weil es in seiner Familie keinen Nachfolger für seine Unternehmensgruppe gegeben habe. Beide Standorte seien nun langfristig gesichert, erklärt er weiter. Unter dem Arbeitstitel „Progress 2020“ sollen in den kommenden Jahren alle Produktionsstandorte in Werlte, Herzlake, Dinklage, Lübtheen und Tire so miteinander verknüpft werden, dass überall mit der gleichen Produktarchitektur, der gleichen Organisationsstruktur, den gleichen Prozessen und mit einem einheitlichen IT-System gearbeitet werden könne. Synergien in der Entwicklung, Produktion und beim Einkauf seien so gemeinsam effizienter nutzbar, sagt Brüggen.

 Der Umsatz der gesamten Krone Gruppe für Landtechnik und Nutzfahrzeuge werde zukünftig bei etwa 1,8 Milliarden Euro liegen, gibt Bernard Krone abschließend einen Ausblick auf Kommendes.

„Mit der neuen Schlagkraft des Unternehmens und den geplanten Investitionen für alle Werke sind wir für die Herausforderungen der nächsten Jahre bestens gerüstet“, zieht auch Christian Saßmannshausen ein positives Fazit.

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