Neues von der Feuerwehr : Für die Fusion - gegen die Parität

Mit großer Mehrheit stimmte der Ludwigsluster Kreisfeuerwehrverband gegen die vom kleineren Kreisverband  Parchim geforderte Parität auf der Gründungsversammlung im April.  Laut Satzungsbeschluss soll jetzt jede Wehr aus dem Großkreis mit einer Stimme vertreten sein.
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Mit großer Mehrheit stimmte der Ludwigsluster Kreisfeuerwehrverband gegen die vom kleineren Kreisverband Parchim geforderte Parität auf der Gründungsversammlung im April. Laut Satzungsbeschluss soll jetzt jede Wehr aus dem Großkreis mit einer Stimme vertreten sein.

Ludwigsluster Kreisfeuerwehrverband fordert pro Wehr eine Stimme

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30. März 2014, 16:35 Uhr

Werden  die beiden Feuerwehrverbände Ludwigslust und Parchim am 25. April fusionieren? Die Antwort darauf bleibt auch nach der Verbandsversammlung am Freitagabend offen. Während die Ludwigsluster optimistisch auf das Datum schauen, treten die Parchimer auf die Bremse. Der Grund ist das Abstimmungsergebnis, das Daniela Bennöhr, Geschäftsführerin des Verbandes punkt 21 Uhr verkündet: Mit großer Mehrheit haben sich die Feuerwehrmitglieder in Ludwigslust zwar für die Fusion mit Parchim ausgesprochen. Sie pochen aber weiterhin auf   ihren Satzungsbeschluss, wonach jede  Feuerwehr im  Großkreis mit einem Delegierten, sprich mit einer Stimme auf der Gründungsversammlung vertreten sein soll.  Der viel kleinere Parchimer Verband  dagegen  besteht in seiner  Satzung auf Parität, das heißt  auf gleichen Stimmenanteil aus beiden Altkreisen. Mit den zwei Satzungen nun haben sich  die Verbände vor ihrer Gründungssitzung im April ausein-anderzusetzen. Kein befriedigender Zustand für Dietmar Arendt, Vorsitzender des Kreisfeuerwehrverbandes Parchim. „Für uns bedeutet das jetzt, dass wir wiederum neue Anträge in unsere Satzung einarbeiten müssen. Das gibt  zwangsläufig wieder Diskussionen. Und davon haben unsere Mitglieder  die Nase voll.  Wir wollen klare Verhältnisse. Und  das geht nur, wenn beide Seiten kompromissbereit sind“, sagte er in seinem Grußwort nach  der Abstimmung.  Er bezweifelte am Freitag, dass man unter diesen Voraussetzungen den Termin im April halten könne.

Wolfgang Schmülling, der den erkrankten Landrat Rolf Christiansen an dem Abend vertrat, versuchte zu beschwichtigen. „Ich hoffe, dass die Vernunft siegt und wir nicht wieder im Urschleim anfangen müssen.“ Er sei immer noch davon überzeugt, dass man im April eine Lösung hinbekommen werde.

Heiko Dübel  wertete die Sitzung als  Erfolg: „Ich bin sehr zufrieden mit dem Ergebnis. Wir hatten eine Superbeteiligung mit einem klaren Votum für die Fusion. Jetzt wird es Zeit, einen Strich darunter zu ziehen.“

Einig sind sich die beiden Kreisverbände in der Prozedur der Wahl des neuen Vorsitzenden. Demnach soll am 25. April  auch der Vorstand des neu gegründeten Kreisverbandes und der neue Vorsitzende gewählt werden.  Heiko Dübel und Dietmar Arendt werden beide nicht mehr antreten. 

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