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Mecklenburger Kartoffelveredlung GmbH in Hagenow : Für 25 Millionen Euro Investitionen geplant

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Seit Juli 2013 ist die Emsland-Stärke GmbH alleiniger Eigentümer der Mecklenburger Kartoffelveredlung GmbH in Hagenow. Die Firma beschäftigt gegenwärtig 233 Arbeitskräfte im Vierschichtbetrieb.

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erstellt am 26.Jul.2013 | 10:54 Uhr

Hagenow | Seit Juli 2013 ist die Emsland-Stärke GmbH alleiniger Eigentümer der Mecklenburger Kartoffelveredlung GmbH in Hagenow. Die Firma, eine von zwei Kartoffelpüreefabriken in Mecklenburg-Vorpommern, beschäftigt gegenwärtig 233 Arbeitskräfte, davon etwa die Hälfte Frauen, im Vierschichtbetrieb, dazu werden jährlich bis zu elf Lehrlinge ausgebildet, heißt es aus dem Landwirtschaftsministerium.

Minister Dr. Till Backhaus, der zu Beginn der Kartoffelernte das Werk besuchte, begrüßt das Bekenntnis der Emsland-Stärke GmbH zum Erhalt des Standortes und die Ankündigung weiterer Investitionen. "Damit wird einer der größten Verarbeitungsstandorte in Deutschland in M-V gesichert", unterstreicht er. "Die Modernisierung der Mecklenburger Kartoffelveredlung GmbH wurde von Anfang an durch unser Haus gefördert und hat durch diese intensive Begleitung eine überaus positive Entwicklung genommen", so der Minister weiter.

Das Veredelungswerk erhielt seit 1991 für seine Investitionen von insgesamt 83,1 Mio. Euro Fördermittel in Höhe von 28,7 Mio. Euro. Der jährliche Umsatz beträgt gegenwärtig über 52 Mio. Euro. Die Produkte - hauptsächlich Kartoffelpüree, Stampfkartoffeln sowie verschiedene Sorten Klöße - werden in Deutschland verkauft, aber auch in Länder der EU, Asiens, Nordafrikas und Amerikas exportiert. Der Umsatzanteil des Exports liegt gegenwärtig bei 40 Prozent.

Etwa 125 Einzelerzeuger und 4 Erzeugergemeinschaften z.T. aus der unmittelbaren Umgebung sowie aus Niedersachsen, Brandenburg und Schleswig-Holstein liefern den Rohstoff an das Werk. Damit stehen etwa 4000 ha Kartoffelfläche unter Vertrag. Aus Mecklenburg-Vorpommern werden etwa 30 Prozent der insgesamt 140 Kilotonnen Rohware bezogen.

Dr. Backhaus wendet sich an die Bauern, die Chance zu nutzen und die Anbauflächen für Kartoffeln zu erweitern: "Unser Bundesland ist prädestiniert für den Anbau von Kartoffeln. Wir haben die von der EU anerkannten Gesundlagen, also besonders geeignete und deshalb auch geschützte Gebiete für die Erzeugung von Pflanzkartoffeln. Solche besonderen Regionen gibt es sonst nur in Schottland und auf kleineren Flächen in einigen ostdeutschen Mittelgebirgslagen." Auch deshalb haben sich alle führenden Züchterhäuser Deutschland in M-V angesiedelt.

In diesem Jahr werden M-V auf 11 600 Hektar angebaut, das sind 9 Prozent weniger als 2012. Das Land unterstützt den Kartoffelanbau in vielfältiger Weise. So werden die Kartoffelanbauer bei der Verpachtung von Landesflächen bevorzugt. Das Landwirtschaftsministerium begleitet sie auch über das Agrarinvestitionsförderprogramm AFP. So werden Investitionen in den Bau von Lagerhallen, Beregnungsanlagen zu 25 Prozent gefördert.

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