Zarrentin : Fünf Millionen für Schulcampus

Landesminister Till Backhaus (l.) überreichte gestern in Zarrentin an Bürgermeister Klaus Draeger einen Förderbescheid über fünf Millionen Euro für den Bau des Schulcampus am Rande der Schaalseestadt.  Fotos: Thorsten Meier
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Landesminister Till Backhaus (l.) überreichte gestern in Zarrentin an Bürgermeister Klaus Draeger einen Förderbescheid über fünf Millionen Euro für den Bau des Schulcampus am Rande der Schaalseestadt. Fotos: Thorsten Meier

Zarrentins Bürgermeister Klaus Draeger hofft bereits 2018 auf den ersten Spatenstich für dieses ehrgeizige Projekt am Stadtrand

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20. Dezember 2017, 20:58 Uhr

„Das ist ein ganz großer Tag für Schüler und Lehrer, denn ein Traum wird zur Wirklichkeit“, freut sich Heide Hollstein, die Chefin der örtlichen Regionalen Schule mit Grundschule „Fritz Reuter“. Auch sie gehört zu den etwa 20 geladenen Gästen, die gestern im Refektorium des Klosters anwesend sind, als der dienstälteste Landesminister, Till Backhaus, sozusagen als vorgezogenes Weihnachtsgeschenk einen Förderbescheid über fünf Millionen Euro Finanzbeihilfen des Bundes und des Landes an Bürgermeister Klaus Draeger übergibt.

Der erinnert sich launig: „Als wir vor Jahren erstmals über einen neuen Schulkomplex nachgedacht haben, bekamen wir neben vielen ungläubigen Blicken auch immer wieder zu hören, ihr habt sie doch nicht mehr alle. Dass wir nicht lockerließen und heute mit dem Geld den ersten Bauabschnitt sicherstellen können, macht uns überglücklich. Jetzt müssen wir nur schnellstens in die Puschen kommen. Als Ziel für den ersten Spatenstich wünsche ich mir 2018.“

Worte, die Backhaus gern hört, denn schließlich soll dem Bevölkerungszuwachs der letzten Jahre Rechnung getragen werden. Auf einer städtischen Fläche von etwa acht Hektar Größe will die Kommune das ehrgeizige Projekt realisieren. Da eine Erweiterung des bestehenden Schulstandortes im festgelegten Sanierungsgebiet nicht möglich sei, wie es als Erklärung heißt. Er selbst, Backhaus, begrüße es sehr, dass nun bald schon der Startschuss für den Bau des Bildungscampus gegeben werden könne. Schließlich wiesen die bisherigen Schulstandorte bauliche und funktionale Mängel auf. „In die Köpfe der Kinder zu investieren, hat Zukunft. Ich glaube auch, dass der Schulcampus eine Einmaligkeit haben wird. Mit diesem kompakten wie kompletten Schulstandort aus Regionalschule, Grundschule und Sporthalle als öffentlicher Ort öffnet sich die Schule einem neuen Zeitalter. Dabei werden Mensa und Sporthalle zu einer kleinen Stadthalle zusammengefasst. Diese Multifunktionshalle soll das Leben der Menschen in Zarrentin bereichern.“ 2021 solle der Bau der neuen Regionalen Schule abgeschlossen sein. Und die jetzige Bildungseinrichtung mit Grundschule an zwei Standorten schrittweise in den modernen Standort umziehen. „Das ist zwar noch eine Weile hin, dennoch können sich alle Schüler und Lehrer darauf freuen“, so der Landwirtschafts- und Umweltminister Mecklenburg-Vorpommerns weiter. Und er betont: Die Verbesserung der räumlichen, materiellen und sozialen Rahmenbedingungen sei ein entscheidender Faktor für eine umfassende, wie qualitative Bildung und Erziehung der Kinder. Die Gesamtinvestition für den Campus-Neubau betrage 8,45 Millionen Euro.

Auch Amtsvorsteher Marko Schilling rät den Entscheidungsträgern, allen voran der Stadt, nun in die Hände zu spucken. „Jetzt wird es ernst und konkret. Nun wird in Zarrentin eine neue Schule gebaut.“

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