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Hagenower Kreisblatt

13. Dezember 2017 | 10:18 Uhr

Neuhaus : Fünf Jungs fliehen über die Elbe

vom
Aus der Redaktion des Hagenower Kreisblatt

Karin Toben und Klaus Lehmann trugen Biografien von Menschen zusammen, die die Flucht aus der DDR über die Elbe wagten

von
erstellt am 25.Apr.2014 | 16:55 Uhr

Die fünf Jungs waren erst 16 und 17 Jahre alt, drei von ihnen waren in dieselbe Klasse gegangen. Sie kamen aus Vellahn, Kloddram, Neu Bleckede und Camin und wohnten im Lehrlingsheim in Jessenitz, wurden dort zu Landmaschinenschlossern ausgebildet. Und sie wollten weg aus der DDR, beschlossen gemeinsam über die Elbe zu fliehen im November 1964, weil sie die äußerst strenge Heimordnung nicht mehr ertrugen. Manfred schaffte es nicht durch die eiskalte Elbe und ertrank, die Zwillinge Joachim und Gerhard leben heute noch in der Nordheide, Reinhard wurde Rheinschiffer und Hans-Jürgen hatte das Heimweh nach drei Monaten in Schwaben so sehr gepackt, dass er in die DDR zurückkehrte. Das ist eine von mehreren Fluchtgeschichten über die Elbe und von den Menschen, die alles auf eine Karte setzten, um aus der DDR zu entkommen. Zusammengetragen haben sie die Journalistin Karin Toben aus Rassau und der Museumsleiter des Museums in Hitzacker, Klaus Lehmann. Die einzelnen Schicksale werden in einer neuen Jahresausstellung auf großformatigen Stelen erzählt, ergänzt durch viele Fotografien. Am Sonnabend, dem 3. Mai, wird die Ausstellung im „Alten Zollhaus“ in Hitzacker eröffnet.

Karin Toben hat sich nicht zum ersten Mal mit Lebensschicksalen an der Elbe befasst. Sie machte sich auf die Spuren von Zwangsausgesiedelten und verfasste das Buch „Heimatsehnen“. In ihrem zweiten Buch „Weite Heimat Elbe“ geht es ebenfalls um Menschen, sowohl von der links- als auch von der rechtselbischen Seite, die auf besondere Weise mit dem Fluss verbunden sind oder waren. Den kompletten Beitrag finden Sie im e-paper Programm unserer Zeitung und natürlich in der Printausgabe am Wochenende.

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