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Hagenower Kreisblatt

20. November 2017 | 13:07 Uhr

Boizenburg : Frühlingsfest mit Königin

vom
Aus der Redaktion des Hagenower Kreisblatt

Nach einjähriger Pause findet am 2. April wieder das Hyazinthenfest in Boizenburg statt - vielleicht nun doch zum letzten Mal

svz.de von
erstellt am 08.Mär.2017 | 07:00 Uhr

Nachdem das Hyazinthenfest im letzten Jahr aus finanziellen und personellen Gründen ausfiel, findet dieses Jahr am 2. April nun doch die 17. Auflage statt. Fast wäre das Frühlingsevent der Elbestadt an einer fehlenden Königin gescheitert. Im allerletzten Moment meldeten sich im vergangenen Herbst aber doch noch einige junge Frauen für dieses Amt. Wer die junge Schöne ist, für die sich das Organisations-Team des Handwerks- und Gewerbevereins (HGV) nun entschieden hat, wird allerdings erst auf dem Fest am 2. April enthüllt.

„Wir haben sie über Facebook gefunden“, verrät Ruth Hasemann immerhin schon im Gespräch mit der SVZ. „Sie ist genau das, was wir gesucht haben“, kommt sie dann fast ins Schwärmen, „couragiert, nicht bange und weltoffen. Wir freuen uns auf sie.“ In diesem Jahr wird es jedoch nur eine Prinzessin geben. „Dafür hat sich eine Zehnjährige aus dem Bekanntenkreis von sich aus bereit erklärt“, so Ruth Hasemann.

Außer der Hyazinthenkönigin werden wieder andere sehenswerte Königinnen und diesmal auch ein König aus verschiedenen Gegenden Deutschlands zum Fest anreisen, um ihre jeweilige Region zu präsentieren. Wie immer wird es Gelegenheit geben, sich von den blumigen Majestäten Autogramme geben zu lassen und sich zusammen mit ihnen fotografieren zu lassen.

Wie viele Besucher zu dem weit über Boizenburg hinaus bekannten Frühlingsfest kommen, hängt immer sehr vom Wetter ab. Beim letzten Fest 2015 spielte Petrus nicht mit, da fanden nur wenige Boizenburger bei Regen und Wind den Weg zum Marktplatz. 2014 lockte dagegen das Bilderbuchwetter mit Temperaturen von über 20 Grad tausende Neugierige in die Boizenburger Innenstadt.

Die Vorbereitungen laufen so oder so auf Hochtouren. Obwohl das Organisationsteam wie 2015 nur aus vier Frauen besteht - nämlich Ruth Hasemann, Petra Gehrke-Henze, Gabi Kuhnert und Grit Francke, alle Mitglieder des HGV und berufstätig - steht die Zukunft des Festes, das nur noch alle zwei Jahre stattfinden soll, vor allem aus Kostengründen in Frage. Die Stadt unterstützt das Fest zwar finanziell mit 4  000 Euro und auch mit Leistungen des Bauhofs, tritt jedoch nicht mehr als Mitveranstalter auf.

„Wir sind jetzt alleiniger Veranstalter“, erklärt Ruth Hasemann. „Eins ist Fakt: Das Fest wird so für uns auf jeden Fall teurer.“ Grund dafür sei unter anderem ein veränderter Abrechnungsmodus.

„Dinge, die vorher selbstverständlich waren, sind es nun nicht mehr“, sagt auch Optikerin Petra Gehrke-Henze. So hätte das Orga-Team nun die Anmeldungen der Königinnen und den daraus resultierende Schriftverkehr übernehmen müssen. Vielleicht deshalb haben erst sieben Königinnen und ein König für das Fest zugesagt. 2015 waren 16 Königinnen Gäste beim Hyazinthenfest.

Aus Spargründen wird es am 2. April nur eine Bühne am Marktplatz geben und keine zweite in der Königstraße. Dort wird aber stattdessen eine Hüpfburg für Kinder stehen, die sich da auch schminken lassen und basteln können. Außerdem haben die Organisatorinnen verstärkt auf regionale Künstler für das Bühnenprogramm zurück gegriffen. So wird der neue Gospelchor der St. Marienkirche unter Leitung von Kantor Napoleon Savelli auftreten und auch das sehr hörenswerte Musikensemble des Elbe-Gymnasiums wird erstmals dabei sein. Die Musikschule Fröhlich kommt diesmal mit 25 Akkordeonspielern und beide Voitigier-Gruppen Boizenburgs zeigen ihre Kunststücke auf Holzpferden. Highlight wird sicher der Auftritt des Udo-Lindenberg-Doubles Hansi Quente sein. Jan Müller, der auch die Boizenburger Boxnacht moderiert, führt durch das Programm. Außerdem haben zahlreiche Geschäfte in der Altstadt offen.

Wie immer werden für das Fest Sponsoren gesucht. „Seit gestern hängt die Sponsorenrolle bei Gehrke-Optic“, erzählt Petra Gehrke-Henze. Die Rolle wird ständig aktualisiert, wenn sich neue Unternehmen bereit erklären, das Fest finanziell zu unterstützen. In den Läden Boizenburgs sind auch wieder die Spendendosen aufgestellt. „Wir brauchen jeden Cent“, meint Gehrke-Henze. Für sie wird sich die Zukunft des Hyazinthenfestes nach der diesjährigen Abschlussrechnung entscheiden. Für Ruth Hasemann steht die Zukunft des Festes aber auch wegen des nun noch größeren Arbeitsaufwandes in Frage.

Wer übrigens die Organisatorinnen am Tag des Hyazinthenfestes bei der Betreuung der Künstler und Königinnen sowie beim Programmablauf unterstützen möchte, kann sich bei Gehrke-Optic unter der 038847/520 70 melden. Vereine, die sich beim Fest einbringen möchten oder diejenigen, die noch einen Stand aufstellen wollen, können bei Gabi Kuhnert unter der 0152/318 97 140 anrufen.

„Wir hoffen das es gelingt“, wünscht sich Petra Gehrke-Henze. „Damit es weiter ein Fest für Boizenburg bleibt.“

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