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Kinderheim Kuhstorf : Frischer Wind im alten Gemäuer

vom
Aus der Redaktion des Hagenower Kreisblatt

Kinderheim in Kuhstorf ist verkauft. Neue Eigentümer wollen Charakter als Denkmal erhalten. Vorsichtige Sanierung vorgesehen

von
erstellt am 13.Sep.2016 | 05:00 Uhr

Das ehemalige Kinderheim in Kuhstorf hat zwei neue Eigentümer. Felix Poetzsch und Holger Eckert haben das Gebäude mit dem dazu gehörigen Grundstück von 11000 Quadratmetern erworben. SVZ hatte jetzt zum ersten Mal Gelegenheit, mit ihnen zu sprechen.

„Wir haben uns im Vorfeld das Gebäude und das Areal hier angesehen, ob es überhaupt passt. Das Haus befand sich aber in einem besseren Zustand als wir dachten“, sagte Felix Poetzsch im SVZ-Gespräch vor Ort.

Das ehemalige Kinderheim stand 20 Jahre leer, war dem Verfall und den Vandalismus preisgegeben. Der Hagenower Buchautor Otto Ringel forschte zum Kinderheim in Kuhstorf und hat in Publikationen die Geschichte des Hauses aufgearbeitet. Deshalb war er beim SVZ-Termin mit einem der Eigentümer dieser Tage in Kuhstorf mit dabei (siehe Info-Kasten an Ende des Beitrages).

Im Jahre 1992 zog sich nach Informationen von Otto Ringel der letzte Nutzer aus dem Haus zurück. Die Gemeindevertretung von Kuhstorf begleitet die Aktivitäten der Eigentümer mit Wohlwollen. Nach den Worten von Bürgermeisterin Annelies Ehm sei man froh darüber, dass das Haus verkauft ist. „Ich wünsche den beiden, dass sie sich bei uns im Ort und in ihrem Haus wohl fühlen“, sagte sie auf SVZ-Nachfrage.

Felix Poetzsch, von Beruf Industriekaufmann, und Holger Eckert, er ist Altenpfleger, sind derzeit dabei, sich einige Zimmer, wohnlich zu gestalten. „Für uns beide war die Entdeckung des Hauses, das übrigens unter Denkmalschutz steht, wie ein Glücksfall. Die Gegebenheiten hier entsprachen unseren Vorstellungen von einem Haus mit Geschichte im Grünen. Wir wussten, dass es einmal nach Mecklenburg gehen soll. Im Internet haben wir schließlich das Gebäude gefunden“, erzählt Felix Poetzsch, der jetzt noch im Umfeld von Berlin wohnt, in absehbarer Zeit aber hier sesshaft werden will. Das Haus soll ausschließlich privat genutzt werden. Nach und nach wollen die Eigentümer die Räume sanieren. Dazu gehört die Aufarbeitung von Fenstern und Türen genauso, wie die Sanierung des Treppenportals. „Irgendwann wollen wir dann auch unsere Familien hier her holen. Deshalb können wir durchaus von einem Mehrgenerationenhaus hier sprechen, das wir aufbauen wollen“, sagt Felix Poetzsch.

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