Engagement für die Gemeinschaft : Freiwillig im sozialen Bereich aktiv

Alexander Dallmeyer und Eyleen Meyer.
Alexander Dallmeyer und Eyleen Meyer.

Lebenshilfewerk bietet abwechslungsreiche Einsatzgebiete in Werk- und Wohnstätten.

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10. August 2015, 08:00 Uhr

Bereits seit 2011 gibt es den Bundesfreiwilligendienst (BFD), der als Reaktion auf die Aussetzung der Wehrpflicht und damit auch des Zivildienstes eingeführt wurde. Der BFD soll die bestehenden Freiwilligendienste, Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) und Freiwilliges Ökologisches Jahr (FÖJ), ergänzen. Auch beim Lebenshilfewerk Mölln-Hagenow (LHW) sind Jahr für Jahr BFD- und auch FSJ-Stellen in den verschiedensten Bereichen der Unternehmensgruppe zu besetzen.

„Es gibt verschiedene Optionen im Kreis Herzogtum Lauenburg und im Bereich Ludwigslust-Parchim, einen BFD beim Lebenshilfewerk zu leisten. Wir nehmen BFDler in den Werkstätten, in den Wohnstätten und in den Kindertagesstätten”, erklärt LHW-Fachbereichsmitarbeiterin Corinna Kriwitz. Zusammen mit den Interessenten sucht sie dann eine Tätigkeit, die zu dem Bewerber passt. Bevor es richtig los geht, macht der künftige BFDler noch ein Schnupperpraktikum im anvisierten Bereich.

„Es ist eigentlich schon so, dass die Bundesfreiwilligendienstler selber wählen sollen, wo sie hin wollen”, so Kriwitz weiter. Auch innerhalb der einzelnen Arbeitsbereiche gibt es nochmals verschiedene Möglichkeiten.

„Werkstatt ist nicht gleich Werkstatt”, betont Corinna Kriwitz. Denn hier gibt es jeweils nochmal unterschiedliche Arbeitsbereiche. Kriwitz: „Jeder findet bei uns seinen Platz, wo er Lust hat, tätig zu werden. Die Tätigkeiten sind sehr flexibel, aber wir erwarten auch, dass sich jeder gut einbringt und verantwortungsvoll agiert.”

Zwölf Monate dauert der BFD, von denen Alexander Dallmeyer (17) aus Mölln bereits elf hinter sich hat. Eingesetzt war er unter anderem als „Sport-BFDler” in den Möllner Werkstätten. „Das heißt, ich habe die sportlichen Aktivitäten wie Basketball, Laufen, Schwimmen und Walken begleitet.” Aber auch bei einem LHW-Sportfest war er mit in die organisatorischen Abläufe involviert. „Wenn ich gerade keinen Sport in den Werkstätten begleitet habe, war ich in einer Gruppe in der Montage. Da habe ich den Gruppenleiter unterstützt”, so Alexander weiter.

„Ich war mir nach der Schule noch nicht ganz genau sicher, was ich machen wollte“, sagt Alexander. Dann schaute er sich etwas um. Schnell wurde klar, dass es ein BFD im sozialen Bereich sein sollte. So bewarb er sich bei zwei potenziellen Arbeitgebern. Den Zuschlag erhielt das LHW.

„Es ist auf jeden Fall anders als gedacht”, schildert der 17-Jährige seine bisherigen Erfahrungen. „Es ist sogar besser. Mir hat es bis jetzt richtig gut gefallen. Ich habe mir nach den ersten zwei Wochen schon gesagt, das will ich machen. Ich habe jetzt auch einen komplett anderen Weg für die Zukunft eingeschlagen. Mir macht die Arbeit mit Menschen mit Behinderung richtig Spaß. Das will ich auch später machen.” Er will jetzt zunächst sein Abitur im Bereich „Gesundheit und Soziales” nachholen, um danach Sozialpädagogik zu studieren.

Eyleen Meyer (18) hat ihre zwölf Monate bereits geleistet. Sie war in Mölln in der sogenannten Fördergruppe tätig. „Das ist eine kleine Gruppe von sieben Menschen mit Einschränkungen. Wir haben da kleine Arbeitsaufträge bearbeitet, Ausflüge gemacht, sind gemeinsam in Bildungsurlaub gefahren”, beschreibt Eyleen das Einsatzgebiet ihrer unterstützenden Tätigkeit.

Und wie waren für sie die zwölf Monate BFD? „Anstrengend, aber sie haben mir viel Spaß gemacht. Es war auf jeden Fall eine Erfahrung wert”, resümiert die 18-Jährige, die nach dem BFD mit ihrer nun folgenden Ausbildung eine ganz andere Richtung einschlagen wird.

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