Hagenow : Fontane-Abend in Hagenow

Otto Ringel und Jutta Langhans während des Fontane-Abends in der Hagenower Synagoge.
Otto Ringel und Jutta Langhans während des Fontane-Abends in der Hagenower Synagoge.

Kulturverein hatte im Rahmen der 650-Jahr-Feier der Stadt eingeladen

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27. Februar 2020, 05:00 Uhr

Unlängst hatten der Hagenower Kulturverein und die Stadt Hagenow im Rahmen des Festprogrammes zur 650-Jahrfeier der Stadt zu einem literarisch-musikalischen Abend in die Alte Synagoge in Hagenow eingeladen. Anlass war der 200. Geburtstag des großen deutschen Dichters Theodor Fontane. 80 Literaturinteressierte waren der Einladung gefolgt und erlebten einen unterhaltsamen Abend.

Die beiden Mitglieder des Vorstandes des Kulturvereins Otto Ringel – er hatte das Manuskript für die Lesung erarbeitet – und Jutta Langhans erinnerten in ihren Vorträgen an Vertrautes und Bekanntes aus dem Leben des Dichters, aber sie wollten ihren Blick dabei auch auf die Seiten des Dichters lenken, die weniger bekannt sind. Neben seiner Apothekerlehre und späteren Arbeit in verschiedenen Apotheken, seiner Arbeit als Auslandskorrespondent für preußische Zeitungen in England und als Kriegsberichterstatter wurden das Schreiben und das Reisen zu seinen dringendsten Bedürfnissen. Fontane liebte das Reisen. Seine Ehefrau Emilie, mit der er 48 Jahre verheiratet war und die er in dieser Zeit oft alleine ließ, sorgte für den reibungslosen Ablauf des Alltags, verschonte ihren Mann mit den Sorgen des Alltags und schrieb alle seine Manuskripte – viele tausend Seiten – für die Druckereien ab. Fontane verarbeitete seine Reiseeindrücke und –erfahrungen oft in seinen literarischen Werken, wie zum Beispiel in den „Wanderungen durch die Mark Brandenburg“.

Am bekanntesten sind heute wohl seine Romane „Effi Briest“ und sein letztes Buch „Der Stechlin“. Zu Fontanes bedeutendem Werk gehören aber auch etwa 250 Gedichte und Balladen. Von diesen rezitierten die Vortragenden uunter anderem die dramatische Ballade „John Maynard“ und die von menschlicher Freundlichkeit getragene Ballade „Herr Ribbeck auf Ribbeck im Havelland“. Der Realist Fontane hat uns ein umfangreiches Werk hinterlassen.

Wäre er zu seinen Lebzeiten schon so berühmt gewesen, wie er es heute ist, hätte er sich manche Sorgen ersparen können. Denn wegen seiner schlechten Finanzlage stand der Familienfrieden sehr oft auf dem Spiel.

Aufgelockert wurde der Abend durch die musikalischen Beiträge von Jaana Duschinski und Max Tesch am Keybord und der Sängerin Marika Zander, alle drei von der Rock-Pop Schmiede Göhlen. Am Schluss sangen alle Anwesenden zusammen - in Erinnerung an Theodor Fontanes Reisen mit der Postkutsche –das Lied „Hoch auf dem gelben Wagen“.

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