Amt Neuhaus / Darchau : Folgekosten für Brückenbau verhandelbar

<strong>Elbbrücke bei Dömitz</strong>, der Traum der neuen Verbindung bei Darchau bleibt bestehen.
Elbbrücke bei Dömitz, der Traum der neuen Verbindung bei Darchau bleibt bestehen.

„Das Land hilft weiter beim Brückenbau“, fasst Landtagsabgeordnete Karin Bertholdes-Sandrock die Ergebnisse des jüngsten Plenums zusammen. Das ist eine mehr als gute Nachricht für die Brückenbefürworter.

svz.de von
24. Juli 2012, 10:34 Uhr

Neuhaus | "Das Land hilft weiter beim Brückenbau", fasst CDU-Landtagsabgeordnete Karin Bertholdes-Sandrock die Ergebnisse ihres jüngsten Gespräches mit Ministerpräsident McAllister, Staatskanzlei und Wirtschaftsministerium während eines Plenums zusammen.

Im Falle von Kosten, die über die bisher geplanten hinausgehen, will der Ministerpräsident helfen: Er sagte die Bereitschaft zu, sich dann mit Landesmitteln in eine erneute Regelung einzubringen, um sich an den weitergehenden Kosten zu beteiligen. "Damit ist deutlich Dampf aus dem Kessel, denn der Landkreis Lüneburg steht im Falle von Kostensteigerungen eben nicht allein da", so Bertholdes-Sandrock. Außerdem werde das Wirtschaftsministerium die Planungen zur Brücke mit seinen Kompetenzen tatkräftig begleiten, um etwa durch Kostenkontrolle optimal günstige Baukosten zu berechnen und zu gewährleisten.

Das ist eine mehr als gute Nachricht für die Brückenbefürworter. Bisher hatte das Land strikt an einer Million Euro zusätzlicher Beteiligung festgehalten. Diese Position ist nun nicht mehr in Stein gemeißelt.

Bürgermeisterin Grit Richter kannte zwar die Mitteilung, blieb aber noch skeptisch. "Vom Land direkt haben wir das noch nicht gehört. Aber wenn das stimmt, ist es natürlich eine gute Nachricht, weil sie die enge Klammer, die bisher galt, löst."

Die CDU-Landtagsabgeordnete Bertholdes-Sandrock hatte verdeutlicht, dass man das Brückenprojekt nach Jahren großer politischer Anstrengungen und der fast kompletten finanziellen Sicherung nicht gefährden dürfe. Außerdem hat sie Ministerpräsident McAllister und Wirtschaftsminister Bode für die nächsten Monate in ihren Wahlkreis eingeladen, um sich auch selbst zur Brückenthematik zu äußern. "Wir alle stehen in der Verantwortung für die Menschen im Amt Neuhaus und letztlich für eine bessere wirtschaftliche Entwicklung in unserer Region auf beiden Seiten der Elbe". Der rot-grünen Kreistagsmehrheit im Landkreis Lüneburg warf sie Zahlentäuschung vor, wenn etwa in dem Merkblatt zur Bürgerbefragung von 1,3 Mio. Euro Landesbeteiligung bei den Bau- und Planungskosten die Rede ist, obwohl Minister Bode bereits vor mehr als einem Jahr eine weitere Million fest zugesagt hatte.

Dennoch bleibt es bei der am 20. Januar geplanten Befragung aller Bürger im Landkreis zu dem Brückenprojekt im Zuge der Landtagswahl. Die Befürworter der Bücke sehen das Problem, die Masse der Bürger überhaupt für das Problem zu interessieren. Einer der Knackpunkte auch der Anteil, den der Landkreis an dem Projekt zu leisten hat. Laut Sandrock täte der Kreis am besten daran, die konkreten Planungen so konkret aber auch so sauber wie möglich voranzutreiben, damit man schnell zu belastbaren Zahlen komme. Die Befragung zur Brücke, trage aus ihrer Sicht doch sehr die Handschrift der Brückengegner. "Für mich ist das Gespräch mit dem Ministerpräsidenten eine Ermutigung, weiterzumachen. Es gibt keinen Grund aufzugeben."

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen