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Hagenower Kreisblatt

22. November 2017 | 19:45 Uhr

Amt Neuhaus : Förderwürdige Projekte ersinnen

vom
Aus der Redaktion des Hagenower Kreisblatt

Dorfleben oder touristische Infrastruktur mit Hilfe von EU-Geld verbessern / Bürger zum Mitmachen aufgefordert

svz.de von
erstellt am 25.Aug.2014 | 13:21 Uhr

Mit Fördermitteln geht auch nicht alles, aber ohne Fördermittel geht gar nichts, zumal, wenn man so eine klamme Gemeinde ist, wie das Amt Neuhaus. Da kommt die neue Förderperiode 2014 bis 2020 der EU-Leader-Förderung gerade recht. Uta Sander vom Leader-Regionalmanagement der Leader-Arbeitsgemeinschaft Elbtalaue stellte Möglichkeiten und Anforderungen vor geraumer Zeit im Ausschuss für Wirtschaft und Tourismus vor.

Denn es ist alles nicht so einfach. Zunächst muss für die Leader-Region Elbtalaue, zu der die Samtgemeinden Elbtalaue, Gartow und Lüchow aus dem Landkreis-Lüchow-Dannenberg und aus dem Landkreis Lüneburg die Samtgemeinden Dahlenburg, Ostheide und Scharnebeck, die Stadt Bleckede und die Gemeinde Amt Neuhaus gehören, ein regionales Entwicklungskonzept geschrieben werden. Schon für diese Fortschreibung sind 55 000 Euro veranschlagt. Die EU stellt dafür 35 000 Euro zur Verfügung, den Rest teilen sich die acht Gemeinden.

Das Konzept konkurriert mit denen von anderen Regionen in Niedersachsen. Nicht alle werden die Leader-Förderung bekommen, nur 40 Regionen werden ausgewählt. Sollte die Region Elbtalaue dabei sein, dann müssen in den Gemeinden Konzepte und Projekte entwickelt werden, die förderwürdig sind. In der vergangenen Periode waren das hauptsächlich Projekte zur Förderung des Tourismus und solche, die die Funktionalität der Dörfer erhalten, zum Beispiel mit der Schaffung von Treffpunkten.

Nun ist das Füllhorn, dass über die Region ausgeschüttet werden könnte, auch nicht randvoll gefüllt. In der vergangenen Periode waren es etwa zwei Millionen Euro. Davon gingen allein für das Regionalmanagement schon mal 400 000 Euro weg. Verblieben für die acht Gemeinden 1,6 Millionen. Neuhaus hat für zwei Projekte - die Dacherneuerung des Jugendraums im Schützenheim und die Sitzgruppen an touristischen Hotspots knapp 50 000 Euro erhalten. Dass das so wenig war, lag wohl zum einen an den fehlenden förderwürdigen Projekten, aber auch daran, dass ja von der Gemeinde gegenfinanziert werden muss.

Während der Sitzung wurde schon angeregt darüber diskutiert, ob nicht die Schaffung von Wohnmobilstellplätzen in die Förderung passen würde. „Wir haben in der Gruppe bisher noch nicht weiter darüber gesprochen, aber ich würde es gut finden, wenn unsere Bürger auch darüber nachdenken, was man eventuell mit Hilfe von Fördermittel realisieren könnte und Ideen an uns herantragen. Wenn die Region rein kommt ins Programm, dann müssen wir vorbereitet sein“, meinte dazu Bäckermeister Manfred Ickert, der für die FDP im Neuhauser Rat sitzt.

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