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Hagenow feiert : Förderschule heißt jetzt „Mikado H“

vom
Aus der Redaktion des Hagenower Kreisblatt

25 Jahre Bildungseinrichtung in Hagenower Bahnhofstraße. Zum Jubiläum buntes Programm von Schülern und Lehrern

von
erstellt am 21.Okt.2016 | 12:00 Uhr

Die Förderschule mit dem Förderschwerpunkt geistige Entwicklung in der Hagenower Bahnhofstraße hat seit gestern einen eigenen und eingängigen Schulnamen. Schulleiterin Christiane Puchert enthüllte zusammen mit dem 2. stellvertretenden Landrat Günter Matschoß und im Beisein zahlreicher Gäste die Namenstafel mit der Aufschrift „Mikado H“, wobei das „H“ für Hagenow steht, weil es bundesweit noch weitere Schulen mit diesem Namen gibt. Der Name „Mikado H“ steht nach den Worten der Schulleiterin einerseits für die Schulgemeinschaft mit den Eltern und vielen Helfern und andererseits für die Individualität jedes einzelnen Schülers, der in dem modernen Haus die erforderliche Hilfe für ein selbstbestimmten Leben erhalten soll.

Aus Anlass des 25. Jubiläums des Bestehens dieser Bildungseinrichtung hat die Schule gestern zu einer Feier eingeladen, auf der insbesondere die Schüler zeigten, was sie drauf haben.


Schüler lernen 12 Schuljahre


In die Förderschule gehen gegenwärtig 70 Schüler im Alter von sechs bis 18 Jahren. „Sie werden in vier Stufen unterrichtet, jede Stufe umfasst drei Schuljahre. Das macht insgesamt 12 Schuljahre. Und tatsächlich durchliefen in den vergangenen 25 Jahren erst zwei Schülergenerationen unser Haus“, erzählt sie.

Nach ihren Worten liegen die Klassenstärken zwischen sechs und bis maximal neun Schülern. Die Schüler werden den gesamten Schultag von einem Klassenleiter und von einem Erzieher begleitet. In speziellen Fällen, bei denen der Förderbedarf besonders hoch ist, können dann auch schon mal drei Kollegen in einer Klasse arbeiten, so die Schulleiterin.

„Insgesamt sind an unserer Schule 23 Mitarbeiter, zehn Lehrer, 13 Erzieher sowie drei Schulbegleiter für die Kinder, die schwere Handicaps haben“, so die Schulleiterin weiter. Die Schüler können Unterricht in der Bahnhofstraße bekommen, wenn der Förderbedarf für die geistige Entwicklung über den diagnostischen Dienst festgestellt wurde. Das Lernen dort ist den Tag über in drei Abschnitte eingeteilt. Der erste Abschnitt gilt dem intensiven Lernen, dem Lesen, Schreiben und Rechnen. Im zweiten Abschnitt geht es nach den Worten der Schulleiterin um Bewegung und Arbeit. „Es ist das große Anliegen unserer Schule, die Kinder für das Leben zu befähigen. Wenn sie unser Haus verlassen sind sie 18 Jahre alt. Und wir möchten erreiche, dass jeder nach seinen Möglichkeiten ein relativ selbstständiges Leben führen kann“, so Christiane Puchert weiter im SVZ-Gespräch.

Zudem steht dann auch noch der Neigungsunterricht auf dem Tagesplan, bei dem alles gefördert und unterstützt wird, was mit Sport, Kunst usw. zu tun hat.

Vor den Gästen gestern gaben die Mädchen und Jungen einen Einblick in ihren Unterricht und in ihre außerunterrichtlichen Tätigkeiten. Theaterspiel, Trommeln, Tanzen, Singen und auch Yoga machten ihnen sichtlich Spaß. Der Funke der guten Laune sprang schnell auf die Besucher über.

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