Zarrentin : Fördergeld: Bahnhof wird umgebaut

Zwei, die sich verstehen: Zarrentins Bürgermeister Klaus Draeger (l.) im Gespräch mit Landwirtschaftsminister Till Backhaus bei der Übergabe der Fördermittel für den Bahnhof
Zwei, die sich verstehen: Zarrentins Bürgermeister Klaus Draeger (l.) im Gespräch mit Landwirtschaftsminister Till Backhaus bei der Übergabe der Fördermittel für den Bahnhof

Backhaus willkommener Geldbote in Zarrentin / Stadt kann Bau des Mehrgenerationenhauses starten

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22. Juli 2019, 05:00 Uhr

Bürgermeister Klaus Draeger ist in Sachen Förderbescheide des Landes Mecklenburg-Vorpommern viel Gutes gewöhnt. Doch der jüngste Besuch des Ehrenbürgers Till Backhaus machte dann auch ihn fast sprachlos. Statt einer erwarteten Anzahlung gab es gleich die komplette Förderung für den Umbau des früheren Bahnhofes zu einem Mehrgenerationenhaus. Zarrentin hat nun ein wichtiges Projekt mehr in der Umsetzung.

Es geht um den denkmalgeschützten Bahnhof der Stadt, der einst Ort der Begegnung der Reisenden war und nun wieder zum Treffpunkt werden soll. Das Geld dafür ist nun da, insgesamt geht es um etwas mehr als 1,5 Millionen Euro. Mehr als 1,1 Millionen kommen vom Land, den „Rest“ hat die Stadt als Eigenleistung schon eingeplant. Die Stadt kann nun in die Umsetzung gehen, wird dafür aber noch Zeit benötigen, der neue Geldsegen kam doch zu überraschend. Mit dem JAW Jessenitz ist der Betreiber des künftigen Hauses bereits gefunden worden. Für die Übergangsphase und als Treff für die jungen Leute ist vor Wochen ein Bauwagen angeschafft und mit Sponsorenhilfe eingerichtet worden. Dieser Treff, so JAW-Chefin Eilyn Brockmöller, werde extrem gut angenommen. Ein gutes Zeichen für das künftige Haus, das in dem derzeit verwaisten Bahnhofsgebäude entstehen soll.

Um den Bahnhof herum entstehen – mit und ohne Zutun der Stadt – neue Fakten. Nachdem die Straßen in dem Bereich umfassend saniert wurden, haben nun Abrissarbeiten gegenüber des Lidl-Marktes begonnen. Auf dem Gelände soll ein neuer Supermarkt entstehen.

Minister Backhaus nutzte derweil die Gelegenheit im kleinen Klostersaal, um eine eigene Bilanz zu präsentieren. „Wenn man durch Zarrentin fährt, fällt sofort auf, dass hier viel modernisiert und neu geschaffen wurde. Wir haben diesen Weg von Anfang an begleitet. Allein im Rahmen der integrierten ländlichen Entwicklung wurden von 2007 bis 2018 in der Stadt Zarrentin 51 Vorhaben mit rund 5,8 Millionen Euro Fördermitteln begleitet.“ Dazu seien weitere 36 Vorhaben mit nochmal gut fünf Millionen Euro Förderung in den amtsangehörigen Gemeinden gekommen. Zarrentin sei auf dem richtigen Weg.

Dem stimmte Draeger auch mit dem Verweis auf die immer zahlreicher werdenden Baukräne in der Stadt zu. Die nächste Hürde für Zarrentin ist der tatsächliche Baubeginn für den Schulcampus im kommenden Jahr. Formal sollen für das angestrebte Musterprojekt im Land alle Weichen bereits gestellt sein. Das betrifft vor allem den städtischen Haushalt.

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