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Kinder malen im Atelier : Fliesenkultur wecken und pflegen

vom
Aus der Redaktion des Hagenower Kreisblatt

Engagierter Verein aus Boizenburg will eine mehr als 1300 Jahre alte Kunst in der Gegenwart bewahren und eine Zukunft geben

svz.de von
erstellt am 11.Apr.2014 | 17:16 Uhr

Wer, wenn nicht wir soll die Tradition wecken und pflegen? Das ist die Frage, die Lothar Scholz nicht zur Ruhe kommen lässt. Es geht um die Kultur der Fliesenkunst.

Der Vorsitzende des Vereins Erstes Deutsches Fliesenmuseum erinnert an deren Anfänge, die zurückreichen in die Zeit vor mehr als 1300 Jahren. Da eroberten und besetzten die Araber die iberische Halbinsel und beherrschten sie bis ins 16. Jahrhundert. Sie brachten u.a. auch die Kultur der Fliesenkunst mit nach Europa, wo sie sich über Spanien, Portugal und Italien in Richtung Norden, den Niederlanden und England ausbreitete. Es war die Geburtsstunde von Begriffen wie Fayence, Delft und Majolika, die noch heute die Wege der ausschließlich handgefertigten und dekorierten Fliesen markieren, bis man in England im 19. Jahrhundert deren maschinelle Herstellung erfand. Auch dann wurden Traditionen der Dekore noch fast 100 Jahrelang gepflegt, bis Mitte des 20. Jahrhunderts eine große Welle der „Moderne“ begann, die die Fliesen zum großen Teil eher schmucklos werden ließ.

„Unser Fliesenmuseum in Boizenburg, übrigens das einzige in Deutschland, zeigt in wechselnden Ausstellungen schmückende Fliesen aus allen Zeiten und Ländern und erinnert damit an Traditionen, die viele Menschen nicht mehr kennen“, sagt Lothar Scholz und berichtet über Besucher des Hauses, die meistens völlig überrascht sind von der Vielfalt und Schönheit dieser Wand- und Bodenfliesen, die früher oft Räume kostbar erscheinen ließen.

Den gesamten Beitrag lesen Sie in unserer Ausgabe am Montag.

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