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Hagenower Kreisblatt

12. Dezember 2017 | 11:33 Uhr

Fliesenbörse : Fliesenbörse lockte wieder

vom
Aus der Redaktion des Hagenower Kreisblatt

Sammler mit besonderer Leidenschaft zog es nach Boizenburg / 220 Einladungen vom Förderverein verschickt

svz.de von
erstellt am 14.Sep.2014 | 16:28 Uhr

Wenn Wolfgang Ebert als Schatzmeister des Fördervereins „Erstes Deutsches Fliesenmuseum Boizenburg e.V.“ vom ehrenamtlichen Engagement in „seinem“ Museum spricht, dann ist deutlich zu merken, mit wieviel Herzblut der fast 64-Jährige sich um die Belange des altehrwürdigen Hauses in der Elbestadt kümmert. Der heutige Rentner hatte ursprünglich keinerlei Beziehung zur Fliese und kam 2006 aufgrund einer ABM-Maßnahme eher zufällig zu seinen Mitstreitern. Was seinerzeit eine Art Beschäftigungstherapie während der Arbeitslosigkeit war, ist nunmehr große Leidenschaft geworden. „Und nun lassen sie mich hier sowieso nicht mehr weg, und ich will es auch nicht“, sagt Ebert.


Börse wochenlang vorbereitet


Mehrere Wochen intensive Vorbereitungsarbeit bedurfte es für ihn und seine Vereinskollegen, die mittlerweile 16. Fliesenbörse am vergangenen Sonnabend auf insgesamt 300 Quadratmeter Ausstellungsfläche auf zwei Etagen des Museums zu organisieren. Zuvor waren etwa 170 Einladungen in Briefform sowie 50 weitere als E-Mail verschickt worden. „Wir besitzen eine Liste, auf der die etwa 250 hartnäckigsten Fliesensammler Deutschlands aufgezählt sind“, berichtet Wolfgang Ebert.


Sammler von Anfang an dabei


Ein absoluter „Wiederholungstäter“ und Fliesensammler der ersten Stunde, der schon seit 1999 in der Elbestadt seine Prachtexemplare ausstellt und zum Verkauf anbietet, war wieder dabei. Marek van Veen aus Rossum in Holland präsentierte den Besuchern seine Jugendstilfliesen aus England, Deutschland und Belgien. „Ich freue mich jedes Jahr auf diese Fliesenbörse. Schließlich gibt es aus meiner Sicht nichts Schöneres, als historische Fliesen in diesem Gebäude inmitten des hiesigen Altstadtambientes auszustellen“, sagt van Veen.

Nicht nur viele interessierte Fliesensammler aus ganz Deutschland fanden den Weg in das Fliesenmuseum, sondern auch einige Enthusiasten aus dem benachbarten Ausland. Unter ihnen war der Holländer Henk Nijenhuis, der wie sein Landsmann van Veen ebenfalls seit der Premiere der Fliesenbörse 1999 regelmäßig nach Boizenburg kommt. Selbst die mehr als sechsstündige Autofahrt schreckt den Inhaber eines Renovierungsbetriebes für Wand- und Bodenfliesen nicht ab, sich auf Tour zu begeben.

Die weite Anreise sollte sich für Nijenhuis auszahlen. Er wurde bei seinem holländischen Kollegen und bei Ausstellern aus Stuttgart, Berlin, Hamburg, Schwarzenbek sowie Thüringen schnell fündig.









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