zur Navigation springen

Dienstleister im Rhythmus eines weltweiten Marktes : Finitex längst auch groß beim Internetversand

vom

Klein aber sehr flexibel und seit wenigen Tagen auch noch zehn Jahre am Markt, die "Finitex GmbH" lebt den Anspruch, Dienstleister zu sein. Mit der Branche ist das Unternehmen groß geworden.

svz.de von
erstellt am 05.Sep.2013 | 11:52 Uhr

Hagenow | Klein aber sehr flexibel und seit wenigen Tagen auch noch zehn Jahre am Markt, die "Finitex GmbH" aus der Dr. Raber-Straße lebt den Anspruch, Dienstleister zu sein. Der für deutsche Zungen etwas gewöhnungsbedürftige Name setzt sich aus dem englischen Wort für beenden und Textilien zusammen. Mit der Branche ist das Unternehmen, das 2003 aus der damals in Schwierigkeiten geratenen "Textilfinisching GmbH" hervorgegangen ist, groß geworden. Konkrete geht es darum, die von den Produzenten aus Asien kommenden Waren abzuholen, zu kommissionieren und versandfertig zu machen. Zerknitterte Jacken und Blusen lassen sich eben nicht verkaufen. Die Hagenower machen diese kleinteilige Arbeit bereits für sehr viele Firmen. Viele sind nur Zwischenhändler, doch die in Hagenow aufbereiteten "Klamotten" landen dann auch in den Läden der großen Ketten. Das Geschäft, so berichtet Geschäftsführerin Yvonne Schulz, laufe nicht reibungslos, kenne viele Auf und Abs und verlange eine extreme Flexibilität von der Belegschaft. Derzeit gehören 39 Frauen und ein paar Männer zum Stammteam, dazu kommen noch einmal 35 Teilzeitkräfte, die bei Bedarf mit anpacken.

Nach einer großen Krise in den Jahren 2006 und 2007 erschloss sich die Firma, das dem Unternehmer Stefan Franke gehört, neue Märkte. Und die liegen im Netz der Netze. Und so ist "Finitex" auch immer mehr zum Versender aller möglicher Waren für andere Unternehmen geworden. Die bekommen ihre Kunden vor allem über die großen Portale wie amazon oder ebay. In Hagenow lagern viele Anbieter ihre Waren, die dann von hier aus nach dem Kauf verschickt werden. Es gäbe fast nichts, was man als Dienstleister nicht könne, erklärt die 41-jährige Geschäftsführerin den Anspruch. Das gilt insbesondere für den Textilbereich: Aufbügeln, etikettieren, auszeichnen, verpacken, versenden, dass alles machen die Hagenower, die sich inzwischen auch schon um Teile der Asien-Containerlogistik kümmern.

Frühjahr und Herbst, das sind die besonderen Stresszeiten im Textilbereich. Für die kleine Firma, die im Schatten des Kraftwerkes der Kartoffelveredlung liegt, bedeutet das im Fall der Fälle Schichtarbeit. Stetiger und offenkundig berechenbarer verläuft die Entwicklung beim Internethandel. Inzwischen sind die Lagerkapazitäten so ausgelastet, dass über den Bau einer neuen Lagerhalle nachgedacht wird.

In dieser guten Situation geriet natürlich aus das Fest zum zehnjährigen Firmenjubiläum recht ausgelassen. Zum Fest der Hagenower waren auch Mitarbeiter der Partnerfirmen aus Reinbek und Kiel gern gekommen.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen